📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Woher weiß ich, ob es rentabel ist, meine Produkte über ein anderes Verkaufsunternehmen anzubieten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 12 Mar 2026

Der Verkauf über andere Unternehmen kann deinen Umsatz erhöhen, kostet aber auch Geld durch Provisionen und zusätzliche Kosten. Die Rentabilität hängt ab von deiner Marge pro Produkt und den Gesamtkosten des Verkaufskanals. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt zu berechnen, ob ein Verkaufskanal profitabel ist.

Was sind die echten Kosten des externen Verkaufs?

Der Verkauf über ein anderes Unternehmen scheint einfach: Sie kümmern sich um Kunden, du lieferst das Produkt. Aber es gibt mehr Kosten als nur die Provision, die du siehst.

💡 Beispiel: Verkauf über Lieferando

Du verkaufst eine Pasta für €18,50 über Lieferando:

  • Plattformprovisionen: 25% = €4,63
  • Zusätzliche Verpackung: €0,75
  • Zahlungsgebühren: 3% = €0,56
  • Gesamtzusatzkosten: €5,94

Netto-Einnahmen: €12,56 statt €18,50

Berechne deine echte Marge pro Kanal

Für jeden Verkaufsweg musst du die Gesamtkosten addieren und von deinem Verkaufspreis abziehen. Nur dann siehst du, was für deine Fixkosten und Gewinn übrig bleibt.

  • Provision: Prozentsatz, den die Plattform verlangt (15-30%)
  • Zahlungsgebühren: Zusätzliche Kosten für Online-Zahlungen (2-4%)
  • Verpackung: Spezielle Verpackung für den Transport
  • Marketing-Gebühr: Kosten für Sichtbarkeit auf der Plattform
  • Retouren/Reklamationen: Höhere Wahrscheinlichkeit von Problemen beim externen Verkauf

⚠️ Achtung:

Plattformen berechnen Provisionen oft auf den Preis inklusive MwSt. Deine echte Provision ist also höher als der Prozentsatz suggeriert.

Break-Even-Punkt pro Verkaufskanal

Du brauchst eine Mindestmarge, um deine Fixkosten zu decken. Wenn ein Verkaufskanal dich unter diesen Punkt bringt, machst du bei jedem Verkauf Verlust.

💡 Beispiel: Break-Even-Berechnung

Restaurant mit 40% Gesamtkosten (Lebensmittel + Personal + Overhead):

  • Pasta-Zutaten: €5,50
  • Fixkosten pro Portion: €7,40
  • Mindest-Netto-Einnahmen: €12,90

Bei €18,50 Verkaufspreis darf der externe Verkauf maximal €5,60 kosten.

Lieferando kostet €5,94 → Verlust von €0,34 pro Portion

Volumeneffekt berücksichtigen

Der externe Verkauf kann trotzdem rentabel sein, wenn du ein viel höheres Volumen machst. Mehr Verkauf bedeutet bessere Verteilung deiner Fixkosten.

  • Zusätzliche Kapazität: Kannst du mehr produzieren ohne zusätzliches Personal?
  • Schwache Zeiten: Füllst du leere Momente in der Küche?
  • Fixkostenverteilung: Miete und Personal werden auf mehr Verkauf verteilt

💡 Beispiel: Volumenausgleich

Verlust von €0,34 pro Portion, aber 200 zusätzliche Portionen pro Monat:

  • Zusätzlicher Umsatz: 200 × €12,56 = €2.512
  • Verlust auf Marge: 200 × €0,34 = €68
  • Nettoeffekt: +€2.444 Umsatz zur Deckung der Fixkosten

Wenn deine Fixkosten nicht vollständig gedeckt waren, kann dies trotzdem Gewinn bringen

Verschiedene Kanäle vergleichen

Jeder Verkaufskanal hat unterschiedliche Kosten und Reichweite. Erstelle eine Übersicht der Netto-Einnahmen pro Kanal, um zu bestimmen, welche am rentabelsten sind.

KanalProvisionZusatzkostenNetto pro €18,50
Eigenes Restaurant0%€0,00€16,97
Lieferando25%€1,31€12,56
Uber Eats30%€1,31€11,64
Lokaler Caterer15%€0,50€13,73

⚠️ Achtung:

Vergiss nicht die Zeit, die der externe Verkauf kostet: zusätzliche Verwaltung, Verpackung, Reklamationsbearbeitung. Rechne dies in deine Kosten ein.

Wann ist der externe Verkauf rentabel?

Der externe Verkauf funktioniert am besten, wenn du Überkapazität hast und Produkte mit guter Marge verkaufst. Konzentriere dich auf Situationen, in denen das zusätzliche Volumen dir hilft.

  • Leere Küchenzeiten: Mittagsverkauf, während du nur abends offen hast
  • Hochmarge-Produkte: Gerichte mit Lebensmittelkosten unter 25%
  • Standardrezepte: Keine zusätzliche Vorbereitungszeit erforderlich
  • Lange Haltbarkeit: Weniger Risiko von Verschwendung

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du für jedes Gericht genau sehen, welche Lebensmittelkosten anfallen und welchen Mindestverkaufspreis du für jeden Kanal benötigst.

Wie berechnest du, ob der externe Verkauf rentabel ist? (Schritt für Schritt)

1

Berechne alle Kosten des Verkaufskanals

Addiere Provisionen, Zahlungsgebühren, zusätzliche Verpackung und Marketing-Gebühren. Berechne die Provision auf den Preis inklusive MwSt und ziehe die Gesamtkosten von deinem Verkaufspreis ab.

2

Bestimme deine Mindest-Netto-Einnahmen pro Produkt

Addiere Zutatenkosten und deinen Anteil der Fixkosten pro Portion. Dies ist das Minimum, das du netto erhalten musst, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

3

Vergleiche Netto-Einnahmen mit Minimum

Wenn deine Netto-Einnahmen höher sind als dein Minimum, ist der Kanal rentabel. Bei niedrigeren Einnahmen muss zusätzliches Volumen deine Fixkosten besser verteilen.

✨ Pro tip

Starten Sie mit einem externen Kanal und testen Sie einen Monat lang mit Ihren 3 besten Gerichten. So erhalten Sie schnell Einblick in die echten Kosten und Einnahmen, ohne Ihr gesamtes Menü anzupassen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt in meine Rentabilitätsberechnung einbeziehen?

Ja, Plattformen berechnen Provisionen oft auf den Preis inklusive MwSt. Deine echte Provision ist also höher als der Prozentsatz suggeriert. Rechne immer mit den Netto-Beträgen, die du erhältst.

Kann der externe Verkauf rentabel sein, wenn ich pro Produkt Verlust mache?

Ja, wenn das zusätzliche Volumen dir hilft, deine Fixkosten besser zu verteilen. Solange du mehr als die Zutatenkosten erhältst, trägt jeder Verkauf zur Deckung von Miete und Personal bei.

Welche Produkte eignen sich am besten für den externen Verkauf?

Produkte mit niedrigen Lebensmittelkosten (unter 25%), die leicht zu verpacken sind und keine zusätzliche Vorbereitungszeit benötigen. Denke an Pasta, Pizza oder Standard-Salatgerichte.

Wie oft sollte ich meine Rentabilität pro Kanal überprüfen?

Überprüfe monatlich deine Netto-Einnahmen pro Kanal. Plattformen ändern regelmäßig ihre Tarife und Kosten können steigen, ohne dass du es sofort bemerken.

Sollte ich unterschiedliche Preise pro Verkaufskanal festlegen?

Ja, das ist oft notwendig, um die gleichen Netto-Einnahmen zu erzielen. Erhöhe deinen Preis auf teuren Plattformen, um die zusätzlichen Kosten auszugleichen, solange du wettbewerbsfähig bleibst.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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