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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich einen Marktpreis ein, der auch bei niedrigen Verkaufszahlen noch rentabel ist?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Einen Marktpreis einstellen, der immer rentabel bleibt, auch bei niedrigen Verkaufszahlen, verhindert, dass du bei Slow-Movern Verluste machst. Viele Unternehmer rechnen nur mit ihren beliebten Gerichten, vergessen aber, dass jedes Gericht auf der Karte rentabel sein muss. Dieser Artikel zeigt dir, wie du einen Mindestpreis berechnest, der immer funktioniert.

Berechne deinen Break-Even-Punkt pro Gericht

Für jeden Marktpreis, den du festlegst, musst du wissen: Was ist die minimale Anzahl von Verkäufen pro Woche, bei der dieses Gericht noch Gewinn bringt? Das nennen wir den Break-Even-Punkt.

💡 Beispiel:

Du erwägst ein Lachsgericht für €28,00 (inkl. 9% MwSt.):

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €25,69
  • Zutatenkosten: €9,50
  • Rohgewinn pro Portion: €16,19

Bei 5 Verkäufen pro Woche: €16,19 × 5 = €80,95 Rohgewinn

Aber Achtung: Rohgewinn ist noch nicht Nettogewinn. Du hast auch Fixkosten, die weiterlaufen, egal wie viel du verkaufst.

Ziehe Fixkosten von deinem Rohgewinn ab

Jedes Gericht muss zu deinen Fixkosten beitragen. Denk an Miete, Personal, Energie und Versicherungen. Diese Kosten laufen weiter, auch wenn du nur 1 Gericht pro Woche verkaufst.

  • Personalkosten: Der Chef muss das Gericht zubereiten können
  • Lagerkosten: Zutaten müssen frisch bleiben
  • Menükosten: Ein Platz auf der Karte kostet Geld (Druck, Platz)
  • Opportunitätskosten: Dieser Platz hätte ein beliebteres Gericht haben können

⚠️ Achtung:

Ein Gericht, das 1× pro Woche verkauft wird, muss genug einbringen, um all diese Kosten zu decken. Sonst subventionierst du dieses Gericht mit dem Rest deines Menüs.

Nutze die 80/20-Regel für die Preisgestaltung

In den meisten Restaurants gilt: 20% deiner Gerichte sorgen für 80% deines Umsatzes. Die restlichen 80% deines Menüs müssen daher individuell rentabel sein, weil sie wenig Volumen haben.

Berechne daher für Slow-Mover:

  • Höhere Marge: 60-70% Rohgewinn statt 65-70%
  • Premium-Positionierung: Mach es zu einem 'speziellen' Gericht
  • Saisonal: Begrenzte Zeit auf der Karte

💡 Beispielberechnung:

Für ein Gericht, das du 3× pro Woche verkaufst:

  • Zutatenkosten: €8,00
  • Gewünschte Rohgewinnmarge: 70%
  • Minimaler Verkaufspreis exkl. MwSt.: €8,00 / 0,30 = €26,67
  • Verkaufspreis inkl. 9% MwSt.: €29,07

Aufrunden auf: €29,50

Teste deinen Minimum Viable Price

Bevor du einen Marktpreis endgültig festlegst, testest du, ob dieser Minimum Viable Price in der Praxis funktioniert:

  • Woche 1-2: Setze das Gericht zum berechneten Preis auf die Karte
  • Woche 3-4: Messe Verkaufszahlen und Gästefeedback
  • Woche 5-6: Passe an: Preis erhöhen oder Gericht von der Karte nehmen

Wenn ein Gericht nach 6 Wochen immer noch nicht 5 Verkäufe pro Woche erreicht, ist es meist besser, es durch etwas Beliebteres zu ersetzen.

Saisonale Preisanpassungen

Für Gerichte mit saisonalen Zutaten passt du den Marktpreis pro Saison an:

💡 Beispiel Spargel:

  • Mai (Saison): €12/kg → Gericht €24,50
  • August (Import): €28/kg → Gericht €32,50
  • Dezember: von der Karte

So bleibt jedes Gericht immer rentabel, unabhängig von der Saison.

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du diese Berechnungen automatisch durchführen lassen und erhältst Warnungen, wenn deine Zutatenprise steigen.

Wie berechnest du einen immer rentablen Marktpreis?

1

Berechne deine tatsächlichen Zutatenkosten

Addiere alle Kosten: Hauptzutat, Beilagen, Saucen, Garnitur und sogar das Öl in der Pfanne. Vergiss nicht, Schneidverluste einzurechnen.

2

Bestimme deine minimale Rohgewinnmarge

Für Slow-Mover (weniger als 10 Verkäufe/Woche) verwendest du mindestens 70% Rohgewinn. Für beliebte Gerichte können 65% ausreichen.

3

Berechne deinen minimalen Verkaufspreis

Teile deine Zutatenkosten durch (100% - gewünschte Marge %). Beispiel: €8 / 0,30 = €26,67 exkl. MwSt. Multipliziere mit 1,09 für den Preis inkl. MwSt.

4

Teste 6 Wochen und messe das Ergebnis

Setze das Gericht auf die Karte und messe die Verkaufszahlen. Weniger als 5 Verkäufe pro Woche? Erhöhe den Preis oder ersetze das Gericht.

✨ Pro tip

Positioniere Slow-Mover bewusst mit höheren Preisen und präsentiere sie als 'Chef's Special' oder Saisonalgericht. Gäste akzeptieren höhere Preise für etwas Besonderes.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist, wenn Gäste den Preis zu hoch finden?

Dann ist das Gericht wahrscheinlich nicht für deinen Markt geeignet. Besser, es durch etwas zu ersetzen, das zu einem rentablen Preis verkauft wird, als Verluste zu machen.

Kann ich nicht einfach eine niedrigere Marge nehmen?

Bei niedrigen Verkaufszahlen hast du kein Volumen, um niedrige Margen auszugleichen. Jedes Gericht muss individuell rentabel sein, sonst subventionierst du es mit anderen Gerichten.

Wie oft muss ich meine Preise anpassen?

Überprüfe mindestens alle 3 Monate, ob deine Zutatenprise noch stimmen. Bei Saisonprodukten passt du pro Saison an. Bei strukturellen Kostensteigerungen sofort anpassen.

Was ist eine angemessene Verkaufszahl pro Woche?

Für ein durchschnittliches Restaurant: mindestens 5-8 Verkäufe pro Woche, um ein Gericht rentabel zu halten. Weniger als 3 Verkäufe pro Woche ist meist verlustbringend.

Muss ich MwSt. in meine Berechnung einbeziehen?

Rechne immer zuerst exkl. MwSt. und addiere dann 9% MwSt. für den Menüpreis. Wenn du mit inkl. MwSt. rechnest, scheint deine Marge höher zu sein, als sie tatsächlich ist.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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