Die Lebensmittelkostenquote für Cateringunternehmen liegt normalerweise zwischen 20-30%, niedriger als bei Restaurants, da du ohne Bedienung und feste Standortkosten arbeitest. Viele Caterer vergessen jedoch zusätzliche Kosten wie Transport und Personal vor Ort einzurechnen. In diesem Artikel lernst du genau, wie du deine Lebensmittelkostenquote für Catering und Events berechnest.
Normale Lebensmittelkostenquoten Catering
Cateringunternehmen können normalerweise eine niedrigere Lebensmittelkostenquote handhaben als Restaurants, da sie keine festen Standortkosten haben und effizienter für große Mengen einkaufen können.
- Geschäftsessen-Catering: 20-28%
- Hochzeiten und Events: 25-30%
- Buffet-Catering: 18-25%
- Servierte Dinner: 28-35%
💡 Beispiel Buffet 50 Personen:
Geschäftliches Lunch-Buffet für €25 pro Person exkl. MwSt.:
- Brötchen und Salate: €4,50 pro Person
- Warme Gerichte: €1,20 pro Person
- Dessert: €0,80 pro Person
Lebensmittelkosten: €6,50 / €25 = 26%
Was macht Catering anders als Restaurants
Bei Catering hast du andere Kostenstellen, die deine Lebensmittelkostenquote beeinflussen:
- Keine festen Standortkosten: niedrigere Gemeinkosten, mehr Platz für Zutaten
- Größere Volumen: bessere Einkaufspreise möglich
- Weniger Verschwendung: du weißt genau, wie viele Personen kommen
- Zusätzliche Kosten: Transport, Aufbau, Personal vor Ort
⚠️ Achtung:
Rechne immer pro Person, nicht pro Teller. Bei Buffets isst der eine Gast mehr als der andere, aber deine Kosten basieren auf der Gesamtzahl der Personen.
Berechnung der Lebensmittelkostenquote pro Person
Bei Catering rechnest du anders als bei Restaurants. Die Formel lautet:
Lebensmittelkostenquote % = (Gesamtkosten für Zutaten / (Anzahl Personen × Preis pro Person exkl. MwSt.)) × 100
💡 Beispiel Hochzeit 80 Personen:
3-Gänge-Dinner für €45 pro Person inkl. 9% MwSt.:
- Preis exkl. MwSt.: €45 / 1,09 = €41,28
- Gesamtumsatz: 80 × €41,28 = €3.302
- Zutaten insgesamt: €950
Lebensmittelkosten: €950 / €3.302 = 28,8%
Zusätzliche Kosten, die deine Lebensmittelkostenquote beeinflussen
Bei Catering hast du Kosten, die Restaurants nicht haben. Diese beeinflussen deine Gesamtmarge, auch wenn sie nicht in deine Lebensmittelkostenquote fallen:
- Transport und Benzin: 2-5% des Bestellwerts
- Personal vor Ort: 25-35% des Bestellwerts
- Material (Geschirr, Leinen): 3-8% des Bestellwerts
- Aufbau und Abbau Zeit: oft 2-4 Stunden zusätzliche Arbeit
Viele Caterer rechnen diese Kosten separat, aber sie drücken deine Gesamtmarge. Gesamtkosten (Lebensmittel + Personal + Transport) liegen oft zwischen 55-70% deines Umsatzes.
💡 Beispiel Gesamtkosten:
Event 100 Personen à €35 exkl. MwSt. = €3.500 Umsatz:
- Lebensmittelkosten (25%): €875
- Personal vor Ort: €1.050
- Transport und Material: €175
Gesamtkosten: €2.100 (60% des Umsatzes)
Saison und Einkauf bei Catering
Cateringunternehmen können intelligenter einkaufen als Restaurants, da sie im Voraus wissen, was sie brauchen. Dies bietet Raum für eine niedrigere Lebensmittelkostenquote:
- Saisonale Produkte: plane Menüs um günstige Saisonprodukte herum
- Großmengen-Einkauf: bei großen Events kannst du bessere Preise aushandeln
- Weniger Verschwendung: du weißt genau, wie viele Personen kommen (normalerweise)
- Standard-Menüs: dieselben Zutaten für mehrere Events
⚠️ Achtung:
Rechne immer 5-10% zusätzliche Zutaten ein für Ausfälle, die in letzter Minute absagen. Besser etwas übrig als zu wenig während des Events.
Buffet vs. serviert: unterschiedliche Lebensmittelkostenquoten
Die Art der Bedienung beeinflusst deine Lebensmittelkostenquote:
- Buffet: 18-25% Lebensmittelkosten (Leute nehmen, was sie wollen)
- Serviertes Menü: 25-30% Lebensmittelkosten (feste Portionen, weniger Verschwendung)
- Walking Dinner: 22-28% Lebensmittelkosten (kleine Häppchen, höhere Arbeit)
Bei Buffets nehmen manche Gäste mehr, andere weniger. Im Durchschnitt kommst du normalerweise gut aus, aber rechne 10-15% zusätzlich für beliebte Gerichte ein.
Wie berechnest du die Lebensmittelkostenquote für Catering? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Zutatenkostenkosten
Erstelle eine Liste aller Zutaten pro Gericht und berechne, wie viel du für die Gesamtzahl der Personen benötigst. Vergiss nicht, Garnituren, Saucen und Öl einzurechnen.
Berechne den Preis pro Person exkl. MwSt.
Teile deinen Menüpreis durch 1,09, um von inkl. MwSt. zu exkl. MwSt. zu kommen. Bei Catering rechnest du immer pro Person, nicht pro Teller.
Wende die Lebensmittelkostenquote-Formel an
Teile deine Gesamtzutatenkosten durch (Anzahl Personen × Preis pro Person exkl. MwSt.) und multipliziere mit 100 für das Prozentual.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Lebensmittelkostenquote bei deinen 3 meistgefragten Menüs. Wenn diese unter 30% bleiben, hast du wahrscheinlich genug Marge für unerwartete Kosten.
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Lebensmittelkostenquote bei Catering niedriger als bei Restaurants?
Cateringunternehmen haben keine festen Standortkosten, können effizienter für große Volumen einkaufen und haben weniger Verschwendung, da sie genau wissen, wie viele Personen kommen.
Sollte ich Transport und Personal in meine Lebensmittelkostenquote einrechnen?
Nein, Lebensmittelkosten sind nur Zutaten. Transport und Personal sind separate Kostenstellen. Achte aber darauf, dass deine Gesamtkosten (einschließlich dieser Posten) normalerweise 55-70% deines Umsatzes ausmachen.
Wie verhindere ich, dass mir bei einem Buffet die Zutaten ausgehen?
Rechne 10-15% zusätzliche Zutaten für beliebte Gerichte ein und halte immer 5-10% Puffer für Ausfälle, die in letzter Minute doch noch kommen.
Was ist eine realistische Lebensmittelkostenquote für eine Hochzeit?
Bei Hochzeiten liegt die Lebensmittelkostenquote normalerweise zwischen 25-30%, abhängig von der Art des Menüs und der Qualität der Zutaten. Premium-Zutaten können bis zu 35% gehen.
Kann ich dieselbe Lebensmittelkostenquote wie Restaurants handhaben?
Nein, Cateringunternehmen können normalerweise 5-10 Prozentpunkte niedriger als Restaurants durch effizienteren Einkauf, weniger Verschwendung und keine festen Standortkosten.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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