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Wie führst du einen einfachen Abweichungsbericht zwischen geplanter und tatsächlicher Marge pro Monat?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Deine geplante Marge stimmt nie mit der Realität überein. Lieferanten erhöhen Preise, Portionen werden größer, und plötzlich verdienst du weniger als erwartet. Mit einem einfachen Abweichungsbericht siehst du monatlich, wo deine Marge leckt, und kannst gegensteuern, bevor es zu spät ist.

Warum deine geplante Marge immer abweicht

Am Anfang des Jahres rechnest du aus, dass du 65% Marge erreichen möchtest. Das bedeutet, dass deine Lebensmittelkosten maximal 35% sein dürfen. Aber die Realität ist hartnäckig:

  • Lieferanten erhöhen Preise, ohne dass du das weitergibst
  • Dein Chef gibt etwas großzügigere Portionen
  • Saisonprodukte werden teurer
  • Du verkaufst andere Gerichte als geplant

Ohne Kontrolle läufst du blind. Mit einem monatlichen Abweichungsbericht siehst du sofort, was passiert.

Die Grundlage: geplante vs. tatsächliche Marge

Du brauchst zwei Zahlen:

💡 Beispiel:

Restaurant Der Geschmack, März 2024:

  • Geplante Marge: 65% (Lebensmittelkosten 35%)
  • Tatsächliche Marge: 61% (Lebensmittelkosten 39%)
  • Abweichung: -4 Prozentpunkte
  • Auswirkung auf €25.000 Umsatz: €1.000 weniger Gewinn

Diese Abweichung von 4 Prozentpunkten kostet dich €1.000 pro Monat. Auf Jahresbasis €12.000. Das ist der Wert dieses einfachen Berichts.

Wie berechnest du deine tatsächliche Marge?

Deine tatsächliche Marge berechnest du nachträglich mit den Zahlen dieses Monats:

Tatsächliche Marge % = ((Umsatz - Tatsächliche Einkäufe) / Umsatz) × 100

💡 Beispielberechnung März:

  • Umsatz März: €25.000
  • Einkäufe März: €9.750
  • Tatsächliche Marge: ((€25.000 - €9.750) / €25.000) × 100 = 61%

Geplant waren 65%, also 4 Prozentpunkte Abweichung.

⚠️ Achtung:

Zähle nur Einkäufe dieses Monats. Nicht den Bestand, den du bereits hattest. Sonst stimmt deine Berechnung nicht.

Einen einfachen Abweichungsbericht aufsetzen

Erstelle eine einfache Tabelle mit diesen Spalten:

  • Monat: Januar, Februar, März...
  • Umsatz: Gesamtumsatz diesen Monat
  • Geplante Marge %: Was du erreichen wolltest
  • Tatsächliche Einkäufe: Was du wirklich eingekauft hast
  • Tatsächliche Marge %: Was du wirklich erreicht hast
  • Abweichung: Tatsächlich minus geplant
  • Auswirkung €: Abweichung × Umsatz

💡 Beispiel Berichterstattung Q1:

MonatUmsatzGeplantTatsächlichAbweichungAuswirkung
Jan€22.00065%63%-2%-€440
Feb€24.00065%59%-6%-€1.440
Mär€25.00065%61%-4%-€1.000

Gesamtverlust Q1: €2.880

Diese Tabelle zeigt sofort, wo du am meisten verlierst. Februar war am schlechtesten: 6 Prozentpunkte Abweichung.

Was machst du mit den Ergebnissen?

Ein Abweichungsbericht ist nur wertvoll, wenn du danach handelst:

Bei strukturellem Verlust (jeden Monat negativ):

  • Überprüfe, ob Lieferanten Preise erhöht haben
  • Messe, ob Portionen nicht zu groß geworden sind
  • Schau, ob sich deine Menüzusammensetzung geändert hat

Bei großen Schwankungen (ein Monat +2%, anderer -6%):

  • Überprüfe, ob du Saisonprodukte verwendest, die stark im Preis schwanken
  • Schau, ob deine Einkäufe gut über den Monat verteilt sind
  • Kontrolliere, ob große Mengen weggeworfen wurden

⚠️ Achtung:

Eine Abweichung von 1-2 Prozentpunkten ist normal. Erst bei strukturell mehr als 3% Abweichung musst du eingreifen.

Digital vs. Excel

Du kannst diesen Bericht in Excel erstellen, aber viele Unternehmer nutzen eine App wie KitchenNmbrs. Der Vorteil:

  • Umsatzzahlen kommen automatisch herein (bei Kassenkopplung)
  • Einkaufsbeträge werden automatisch addiert
  • Der Abweichungsbericht wird automatisch generiert
  • Du siehst sofort, welche Gerichte von der Planung abweichen

Aber die Grundlage bleibt gleich: geplante Marge mit tatsächlicher Marge vergleichen und die Abweichung in Euro umrechnen.

Wie erstellst du einen Abweichungsbericht? (Schritt für Schritt)

1

Sammle deine Monatszahlen

Notiere deinen Gesamtumsatz des letzten Monats und addiere alle Einkäufe, die du in diesem Monat getätigt hast. Achtung: nur Einkäufe dieses Monats, nicht dein Bestandswert.

2

Berechne deine tatsächliche Marge

Ziehe deine Einkäufe von deinem Umsatz ab, teile durch Umsatz und multipliziere mit 100. Formel: ((Umsatz - Einkäufe) / Umsatz) × 100. Das ist dein tatsächlicher Margenprozentsatz.

3

Vergleiche mit deiner Planung

Ziehe deine geplante Marge von deiner tatsächlichen Marge ab. Eine negative Zahl bedeutet, dass du weniger verdient hast als geplant. Multipliziere diese Abweichung mit deinem Umsatz für die Auswirkung in Euro.

✨ Pro tip

Überprüfe nicht nur deine Gesamtmarge, sondern auch pro Gericht. Oft sitzen die größten Abweichungen in deinen 3-5 meistverkauften Gerichten. Behebe diese zuerst, dann löst du 80% deines Problems.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich diesen Abweichungsbericht erstellen?

Monatlich ist ideal. Wöchentlich ist zu oft (zu viele Schwankungen), pro Quartal zu selten (dann kannst du nicht mehr gegensteuern).

Was ist eine akzeptable Abweichung zwischen geplant und tatsächlich?

1-2 Prozentpunkte Abweichung sind normal. Bei strukturell mehr als 3% Abweichung verlierst du zu viel Geld und musst handeln.

Sollte ich VAT in diese Berechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne VAT. Sowohl dein Umsatz als auch deine Einkäufe zählst du ohne VAT, sonst stimmt dein Margenprozentsatz nicht.

Was ist, wenn meine tatsächliche Marge höher ist als geplant?

Das ist gute Nachricht, aber überprüfe auch, warum. Vielleicht sind deine Portionen zu klein geworden oder du hast zu wenig eingekauft und baust Bestand ab.

Wie verhindere ich große Schwankungen in meiner Marge?

Verteile deine Einkäufe über den Monat, überprüfe regelmäßig Lieferantenpreise und achte auf Saisonschwankungen bei Frischprodukten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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