📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge eines Drei-Gänge-Menü-Deals im Vergleich zum Einzelverkauf?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Ein Drei-Gänge-Menü-Deal hat oft eine andere Marge als der Einzelverkauf. Viele Restaurants bieten Menü-Deals an, ohne genau zu wissen, ob dies profitabler ist als einzelne Gerichte. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Marge eines Menü-Deals mit dem Einzelverkauf vergleichst.

Warum Menü-Deals anders ausfallen als erwartet

Ein Drei-Gänge-Menü für €42,50 wirkt attraktiv. Der Einzelverkauf würde €55,00 betragen. Aber bedeutet das automatisch weniger Gewinn? Nicht unbedingt.

⚠️ Achtung:

Menü-Deals haben oft eine andere Kostenstruktur. Gäste wählen vielleicht günstigere Vorspeisen, oder du verwendest andere Portionsgrößen.

Berechne die Kostpreis deines Menü-Deals

Für einen fairen Vergleich musst du wissen, was jeder Teil deines Menüs wirklich kostet. Nicht, was es einzeln kosten würde, sondern was Gäste tatsächlich wählen.

💡 Beispiel Menü-Deal:

Drei-Gänge-Menü €42,50 (inkl. 9% VAT = €38,99 exkl. VAT)

  • Vorspeise: Tomatensuppe (€1,80 Kostpreis)
  • Hauptgang: Hähnchen mit Gemüse (€7,20 Kostpreis)
  • Nachtisch: Tiramisu (€2,40 Kostpreis)

Gesamtkostpreis: €11,40

Marge: €38,99 - €11,40 = €27,59 (70,8%)

Vergleiche mit echtem Einzelverkauf

Jetzt musst du ausrechnen, was derselbe Gast beim Einzelverkauf bestellen würde. Achtung: Das ist oft anders als deine teuersten Optionen.

💡 Szenario Einzelverkauf:

Derselbe Gast bestellt einzeln (was er wahrscheinlich wählen würde):

  • Hauptgang: Hähnchen €22,00 (€7,20 Kostpreis)
  • Keine Vor- oder Nachspeise (zu teuer)

Verkauf exkl. VAT: €20,18

Marge: €20,18 - €7,20 = €12,98 (64,3%)

Der Vergleich: Menü vs. Einzelverkauf

Jetzt kannst du beide Szenarien nebeneinander legen:

  • Menü-Deal: €27,59 Marge pro Gast
  • Einzelverkauf: €12,98 Marge pro Gast
  • Unterschied: €14,61 mehr Marge mit Menü-Deal

In diesem Beispiel verdienst du mehr mit dem Menü-Deal, trotz des niedrigeren Verkaufspreises. Der Gast bestellt mehr Artikel als er einzeln würde.

⚠️ Achtung:

Das funktioniert nur, wenn dein Menü-Deal Gäste dazu ermutigt, mehr zu bestellen als sie sonst würden. Wenn sie ohnehin drei Gänge nehmen würden, verlierst du Geld.

Faktoren, die den Vergleich beeinflussen

Verschiedene Elemente machen Menü-Deals mehr oder weniger profitabel:

  • Saisonale Zutaten: Günstigere Saisonprodukte machen Menü-Deals attraktiver
  • Wahlmöglichkeiten: Mehr Optionen bedeuten, dass Gäste günstigere Alternativen wählen können
  • Portionsgrößen: Kleinere Portionen in Menü-Deals können den Kostpreis senken
  • Einkaufsvorteile: Größere Mengen derselben Zutaten können günstiger sein

💡 Saisonales Beispiel:

Herbstmenü mit Saisonprodukten:

  • Kürbissuppe (€1,20 statt €1,80 im Winter)
  • Wildragout (€6,80 statt €8,50 für Rindfleisch)
  • Apfelkuchen (€1,90 statt €2,40 für exotische Früchte)

Saisonaler Kostpreis: €9,90 (€1,50 günstiger)

Wann Menü-Deals nicht funktionieren

Menü-Deals können auch nach hinten losgehen. Achte auf diese Signale:

  • Hohe food cost: Wenn dein Menü-Deal über 35% food cost liegt, verlierst du wahrscheinlich Geld
  • Kannibalismus: Gäste, die normalerweise teurer bestellen würden, wählen jetzt den Deal
  • Operativer Druck: Komplexe Menüs kosten mehr Zeit und Personal

Ein System wie KitchenNmbrs hilft, diese Berechnungen automatisch zu verfolgen, damit du schnell siehst, welche Menüzusammensetzung am meisten bringt.

Wie berechnest du die Marge eines Menü-Deals? (Schritt für Schritt)

1

Berechne Kostpreis Menü-Deal

Addiere alle Zutatenkosten auf, die Gäste in deinem Menü-Deal wirklich wählen. Nicht die teuersten Optionen, sondern die durchschnittlichen Wahlen. Vergiss nicht, Garnitur und Beilagen einzurechnen.

2

Berechne Kostpreis Einzelverkauf

Rechne aus, was derselbe Gast beim Einzelverkauf bestellen würde. Normalerweise weniger Gänge als in einem Menü-Deal. Verwende realistische Annahmen, nicht deine teuersten Gerichte.

3

Vergleiche die Margen

Ziehe den Kostpreis vom Verkaufspreis (exkl. VAT) für beide Szenarien ab. Das Szenario mit der höchsten absoluten Marge pro Gast ist profitabler, unabhängig vom Prozentsatz.

✨ Pro tip

Überprüfe, welche Artikel Gäste in deinem Menü-Deal am häufigsten wählen. Wenn 80% Tomatensuppe und 20% Carpaccio wählen, rechne dann mit dem gewichteten durchschnittlichen Kostpreis für ein realistisches Bild.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Soll ich mit dem Preis inklusive oder exklusive VAT rechnen?

Immer exklusive VAT. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 9% VAT, aber für Margenberechnungen rechnest du exkl. VAT. €42,50 inkl. wird €38,99 exkl. VAT.

Was ist, wenn Gäste immer die teuersten Optionen in meinem Menü wählen?

Dann wird dein Menü-Deal wahrscheinlich unrentabel. Überwache, welche Wahlen Gäste treffen, und passe dein Menü an. Du kannst auch die Wahlmöglichkeiten auf vergleichbare Kostpreise begrenzen.

Wie oft sollte ich diese Berechnung machen?

Bei jeder Menüänderung und mindestens jede Saison. Zutatenprise ändern sich, also auch deine Marge. Überprüfe besonders nach Preiserhöhungen von Lieferanten oder bei neuen Saisonkarten.

Kann ein Menü-Deal profitabler sein als Einzelverkauf?

Ja, wenn es Gäste dazu ermutigt, mehr zu bestellen als sie sonst würden. Ein Gast, der normalerweise nur einen Hauptgang nimmt, bestellt jetzt auch Vor- und Nachspeise.

Was ist eine gute Marge für einen Menü-Deal?

Mindestens 65% Marge (35% food cost). Wenn du unter 60% Marge liegst, verlierst du wahrscheinlich Geld nach Abzug von Personal und sonstigen Kosten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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