Ein zu großer Raum für deinen aktuellen Umsatz frisst deinen Gewinn auf. Hohe Mietkosten bei niedriger Auslastung bedeuten, dass du mehr pro Gast verdienen musst, um die Gewinnschwelle zu erreichen. In diesem Artikel lernst du, welche Optionen du hast und wie du die beste Entscheidung triffst.
Berechne zuerst deine Mietlast pro Couvert
Bevor du Entscheidungen triffst, musst du wissen, wie schwer die Miete wiegt. Teile deine Monatsmiete durch die Anzahl der Gäste, die du empfängst.
💡 Beispiel:
Restaurant mit 80 Plätzen, Miete €8.000/Monat:
- Aktuelle Auslastung: 40 Gäste/Tag, 25 Tage offen
- Gesamtgäste/Monat: 1.000
- Mietlast pro Gast: €8.000 / 1.000 = €8,00
Bei voller Auslastung wäre dies €4,00 pro Gast
Eine übliche Mietlast liegt zwischen €2,50 und €5,00 pro Couvert. Wenn du über €6,00 liegst, hast du ein Problem, das du lösen musst.
Option 1: Vermiet einen Teil deines Raums
Teile dein Restaurant auf und vermiet einen Teil an ein anderes Konzept. Das kann eine Kaffeebar, ein Mittagslokal oder sogar ein anderer Restaurantbetreiber sein.
💡 Beispiel:
Du vermietest 30% deines Raums für €2.500/Monat:
- Deine Miete sinkt von €8.000 auf €5.500
- Du behältst 56 Plätze
- Mietlast pro Gast: €5.500 / 700 Gäste = €7,86
Immer noch hoch, aber €2.500 weniger Risiko pro Monat.
Vorteile: Direkte Kostensenkung, weniger Risiko, mögliche Kundengewinnung durch Synergien.
Nachteile: Weniger Flexibilität, mögliche Lärmbelästigung, gemeinsame Nutzung von Einrichtungen.
Option 2: Ändere dein Konzept zu höherem Umsatz pro m²
Einige Konzepte generieren mehr Umsatz pro Quadratmeter als andere. Denke an:
- Fastcasual: Schnellerer Tischumschlag, mehr Gäste pro Tag
- Buffetrestaurant: Weniger Personal, höhere Marge
- Gemischtes Konzept: Mittagessen, Aperitif und Abendessen im gleichen Raum
- Veranstaltungsort: Private Dining, Firmenfeiern
⚠️ Achtung:
Eine Konzeptänderung kostet Geld (Umbau, neue Ausrüstung, Marketing) und Zeit. Rechne aus, ob der zusätzliche Umsatz die Investitionskosten aufwiegt.
Option 3: Verhandle über deinen Mietvertrag
Viele Vermieter sind bereit zu verhandeln, wenn die Alternative Leerstand ist. Mögliche Verhandlungspunkte:
- Vorübergehende Mietreduktion: 6-12 Monate Zeit zum Wachsen
- Umsatzabhängige Miete: Prozentsatz des Umsatzes statt Festbetrag
- Gemeinsame Marketingkosten: Vermieter investiert in dein Wachstum
- Kürzere Kündigungsfrist: Weniger Risiko für dich
💡 Beispiel Verhandlung:
Aktuelle Situation: €8.000 Festmiete
Vorschlag: €5.000 Festbetrag + 3% des Umsatzes über €50.000
- Bei €60.000 Umsatz: €5.000 + €300 = €5.300
- Bei €80.000 Umsatz: €5.000 + €900 = €5.900
Der Vermieter profitiert von deinem Wachstum.
Option 4: Zieh an einen kleineren Standort um
Manchmal ist eine strategische Verkleinerung die beste Option. Suche einen Standort, der besser zu deinem aktuellen Umsatzniveau passt.
Berechne:
- Umzugskosten (Umbau, Inventar, Umsatzverlust während des Umzugs)
- Strafe für vorzeitige Beendigung des aktuellen Vertrags
- Monatliche Einsparung am neuen Standort
Wenn du innerhalb von 18-24 Monaten quitt bist, kann ein Umzug sinnvoll sein.
Entscheidungsmatrix: Welche Option passt zu dir?
💡 Entscheidungshilfe:
- Untervermietung: Wenn dein Standort gut ist, aber zu groß
- Konzeptänderung: Wenn dein Standort perfekt ist und du wachsen möchtest
- Verhandlung: Wenn dein Vermieter vernünftig ist und du Zeit brauchst
- Umzug: Wenn dein Standort grundsätzlich nicht funktioniert
Messe deine Wahl an deinem Break-Even-Punkt. Berechne, wie viele Gäste du mindestens brauchst, um alle Kosten zu decken. Mit einer App wie KitchenNmbrs siehst du direkt, was jede Option für deine Rentabilität bedeutet.
Wie gehst du Schritt für Schritt vor?
Berechne deine aktuelle Mietlast pro Couvert
Teile deine Monatsmiete durch die Anzahl der Gäste pro Monat. Dies gibt dir Einblick, wie schwer die Miete pro Gast wiegt.
Inventarisiere alle Optionen mit Kosten und Nutzen
Erstelle eine Übersicht über Untervermietung, Konzeptänderung, Verhandlung und Umzug. Berechne für jede Option die finanzielle Auswirkung.
Teste deine gewählte Strategie im Kleinen
Beginne mit einem Pilotprojekt oder einer vorübergehenden Lösung. Verhandle zuerst über eine vorübergehende Mietreduktion für 6 Monate, um Raum für weitere Schritte zu schaffen.
✨ Pro tip
Beginne immer mit Verhandlungen über deine Miete. Vermieter sprechen lieber mit einem bestehenden Mieter, als dass sie neu nach Mietern suchen müssen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine normale Mietlast pro Couvert?
Eine übliche Mietlast liegt zwischen €2,50 und €5,00 pro Gast. Über €6,00 pro Couvert wird deine Miete ein Problem für deine Rentabilität.
Kann ich einfach einen Teil meines Restaurants untervermieten?
Das hängt von deinem Mietvertrag ab. Viele Verträge verbieten Untervermietung ohne Zustimmung des Vermieters. Überprüfe zuerst deinen Vertrag und frage um Erlaubnis.
Wie berechne ich, ob ein Umzug finanziell sinnvoll ist?
Addiere alle Umzugskosten (Umbau, Strafe, Umsatzverlust) und teile durch deine monatliche Mieteinsparung. Wenn dies unter 18-24 Monaten liegt, kann ein Umzug sinnvoll sein.
Was ist, wenn mein Vermieter nicht verhandeln will?
Dann musst du dich zwischen den anderen Optionen entscheiden: Untervermietung, Konzeptänderung oder Umzug. Manchmal hilft es, konkrete Zahlen deiner Situation zu zeigen.
Welche Konzepte generieren den meisten Umsatz pro m²?
Fastcasual-Konzepte, Buffetrestaurants und gemischte Konzepte (Mittagessen + Abendessen + Aperitif) generieren oft mehr Umsatz pro Quadratmeter als traditionelle Restaurants.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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