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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Herstellungskosten von hausgemachtem Gebäck neben eingekauftem Gebäck?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Hausgemachtes Gebäck kostet oft mehr als du denkst. Viele Gastronomiebetreiber vergessen Arbeitskosten und Gemeinkosten einzurechnen, wodurch sie bei eigenem Gebäck Verluste machen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die echten Herstellungskosten von hausgemachtem Gebäck berechnest und wann Einkaufen sinnvoller ist.

Warum hausgemachtes teurer sein kann als erwartet

Bei hausgemachtem Gebäck schaust du nicht nur auf die Zutaten. Du zahlst auch für die Zeit deines Patissiers, Energiekosten des Ofens und alle notwendige Ausrüstung.

💡 Beispiel: Käsekuchen selbst machen vs. einkaufen

Hausgemachter Käsekuchen (12 Stücke):

  • Zutaten: €8,50
  • Arbeit (2 Stunden à €18/Stunde): €36,00
  • Energie und Gemeinkosten: €3,50

Gesamt: €48,00 = €4,00 pro Stück

Eingekauft vom Lieferanten: €2,80 pro Stück

Alle Kostenpositionen für hausgemachtes Gebäck

Für einen fairen Vergleich addierst du diese Kosten:

  • Zutatenkosten: Alles, was reingeht (Mehl, Eier, Butter, Zucker, Füllungen)
  • Arbeitskosten: Zeit deines Patissiers × Stundenlohn (inklusive Arbeitgeberabgaben)
  • Energiekosten: Ofen, Mixer, Kühlung während der Herstellung
  • Gemeinkosten: Abschreibung Ausrüstung, Reinigung, Verpackung
  • Ausfall: Fehlgeschlagene Chargen, Reste, die nicht verkauft werden

⚠️ Achtung:

Viele Betreiber vergessen, Arbeitskosten einzurechnen. "Mein Patissier macht es ja sowieso" ist keine kostenlose Arbeit. Diese Zeit kostet Geld.

Arbeitskosten korrekt berechnen

Arbeitskosten sind oft die größte Kostenposition bei hausgemachtem Gebäck. Rechne nicht nur den Bruttolohn, sondern auch Arbeitgeberabgaben ein.

💡 Beispiel: Arbeitskosten berechnen

Patissier verdient €15/Stunde brutto

  • Arbeitgeberabgaben (ca. 20%): €3,00
  • Gesamte Arbeitskosten: €18,00/Stunde

Für 2 Stunden Arbeit am Gebäck: €36,00

Wann sich Selbermachen lohnt

Hausgemachtes kann rentabel sein in diesen Situationen:

  • Hoher Verkaufspreis: Wenn Gäste €8+ für ein Stück Kuchen zahlen
  • Einzigartiges Rezept: Etwas, das du nicht einkaufen kannst
  • Große Mengen: Bei 50+ Portionen pro Tag werden Fixkosten verteilt
  • Vorhandene Kapazität: Dein Patissier hat ohnehin Zeit übrig

Die Break-Even-Berechnung

Berechne, ab welchem Verkaufspreis Selbermachen rentabel wird:

Mindestverkaufspreis = (Gesamtkosten / Anzahl Portionen) / Gewünschter food cost %

💡 Beispiel: Break-Even-Berechnung

Hausgemachter Apfelkuchen (10 Stücke):

  • Gesamtkosten: €35,00
  • Kosten pro Stück: €3,50
  • Gewünschter food cost: 30%

Mindestverkaufspreis: €3,50 / 0,30 = €11,67 exkl. MwSt.

Inkl. 9% MwSt.: €12,72 pro Stück

Eingekauftes Gebäck: die versteckten Kosten

Eingekauftes scheint günstiger zu sein, hat aber auch zusätzliche Kosten:

  • Lieferkosten: Transport, Mindestbestellmengen
  • Lagerkosten: Gefrierraum, Haltbarkeit
  • Ausfall: Beschädigte Produkte, abgelaufene Ware
  • Niedrigere Marge: Standardprodukt, schwerer zu differenzieren

⚠️ Achtung:

Berechne auch bei eingekauftem Gebäck die echten food costs. Inklusive Ausfall und Lieferkosten liegt dieser oft 10-15% höher als der Katalogpreis.

Die praktische Entscheidung

Triff die Wahl basierend auf diesen Faktoren:

  • Menge: Ab 30+ Portionen pro Tag wird Selbermachen interessanter
  • Küchenkapazität: Hast du Zeit und Platz für Patisserie?
  • Qualitätsunterschied: Können Gäste den Unterschied schmecken?
  • Preis auf der Speisekarte: Kannst du €10+ pro Portion verlangen?

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du beide Herstellungskosten nebeneinander legen und direkt sehen, welche Option für deine Situation am meisten einbringt.

Wie berechnest du die Herstellungskosten von hausgemachtem Gebäck?

1

Sammle alle Zutatenkosten

Erstelle eine Liste aller Zutaten mit exakten Mengen und Preisen. Vergiss nichts: von Mehl bis zur Dekoration. Addiere alles für die gesamten Zutatenkosten pro Charge.

2

Berechne die Arbeitskosten

Messe, wie lange die Herstellung dauert (von Anfang bis Ende). Multipliziere mit dem Stundenlohn inklusive Arbeitgeberabgaben (Bruttolohn + 20%). Dies ist oft die größte Kostenposition.

3

Addiere Energie und Gemeinkosten

Rechne €1-2 pro Stunde Ofennutzung für Energie. Addiere 10-15% von Zutaten+Arbeit für Gemeinkosten (Ausrüstung, Reinigung, Ausfall). Dies ergibt deine Gesamtherstellungskosten pro Charge.

4

Vergleiche mit eingekauften Alternativen

Teile Gesamtkosten durch Anzahl der Portionen für Herstellungskosten pro Stück. Vergleiche mit Einkaufspreis von ähnlichem Gebäck (inklusive Liefer- und Lagerkosten). Wähle die Option mit der besseren Marge.

✨ Pro tip

Teste beide Optionen einen Monat lang und messe die echten Kosten. Oft ist Selbermachen teurer als gedacht wegen unvorhergesehener Zeit und Ausfall, die du vorher nicht siehst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich Arbeitskosten einrechnen, wenn mein Chef das Gebäck macht?

Ja, immer. Diese Zeit deines Chefs kostet Geld, auch wenn es keinen separaten Lohnzettel für Gebäck gibt. Rechne mit dem Stundenlohn inklusive Arbeitgeberabgaben.

Wie berechne ich Energiekosten für den Ofen?

Rechne ungefähr €1-2 pro Stunde Ofennutzung. Für eine genaue Berechnung: Ofenleistung (kW) × Nutzungszeit × Energietarif. Die meisten Öfen verbrauchen 3-5 kW pro Stunde.

Wann ist Selbermachen günstiger als Einkaufen?

Meist ab 30+ Portionen pro Tag und wenn du mindestens €10+ pro Portion verlangen kannst. Bei kleineren Mengen sind Arbeitskosten oft zu hoch, um rentabel zu sein.

Wie rechne ich Ausfall und fehlgeschlagene Chargen ein?

Addiere 5-10% zu deinen Gesamtkosten für Ausfall. Wenn du regelmäßig Chargen wegwerfen musst, addiere 15-20%. Dies verhindert, dass du bei Fehlschlägen Verluste machst.

Kann ich Gemeinkosten aus der Berechnung weglassen?

Nein, das ergibt ein verfälschtes Bild. Ausrüstung, Reinigung und Verpackung kosten auch Geld. Rechne mindestens 10% von Zutaten+Arbeit für Gemeinkosten ein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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