Covers pro Tag ist die Anzahl der Gäste, die du täglich bedienst - ein entscheidender KPI, um dein Restaurant zu steuern. Viele Unternehmer schauen nur auf den Umsatz, aber Covers sagen dir viel mehr über Effizienz und Trends. In diesem Artikel lernst du, wie du Covers als KPI nutzt, um bessere Entscheidungen zu treffen.
Was sind Covers genau?
Ein Cover ist ein Gast, der ein Hauptgericht bestellt. Es geht nicht um die Anzahl der Personen am Tisch, sondern um die Anzahl der Hauptgerichte, die du servierst.
💡 Beispiel:
Tisch mit 4 Personen bestellt:
- 3 Hauptgerichte
- 1 Person nimmt nur Vorspeise + Dessert
Das zählt als 3 Covers, nicht 4.
Warum Covers wichtiger sind als Umsatz
Umsatz kann täuschend sein. Wenn dein Umsatz steigt, aber deine Covers sinken, bedeutet das wahrscheinlich, dass du deine Preise erhöht hast, aber weniger Gäste anziehst.
- Covers + Umsatz steigen: Du wächst wirklich
- Covers steigen, Umsatz gleich: Dein Durchschnittsbons sinkt
- Covers sinken, Umsatz gleich: Du bist teurer geworden
- Beide sinken: Houston, wir haben ein Problem
Die wichtigsten Covers-KPIs
Durchschnittliche Covers pro Tag
Formel: Gesamtcovers pro Woche ÷ Anzahl der Öffnungstage
💡 Beispiel:
Restaurant geöffnet Di-So (6 Tage), diese Woche:
- Dienstag: 45 Covers
- Mittwoch: 38 Covers
- Donnerstag: 52 Covers
- Freitag: 89 Covers
- Samstag: 95 Covers
- Sonntag: 67 Covers
Gesamt: 386 Covers ÷ 6 Tage = 64 Covers/Tag im Durchschnitt
Umsatz pro Cover
Formel: Gesamtumsatz ÷ Anzahl der Covers
Das zeigt dir, wie viel jeder Gast im Durchschnitt ausgibt. Wenn das sinkt, bestellen Leute weniger Beilagen oder günstigere Artikel.
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit Umsatz ohne MwSt. für faire Vergleiche zwischen Perioden.
Covers pro Tisch pro Service
Dieser KPI zeigt, wie effizient du deine Tische nutzt. Ein Tisch für 4 Personen, der nur 2 Covers bringt, ist weniger rentabel.
- Mittagessen: Normalerweise 1 Cover pro Stuhl (Leute essen einzeln)
- Abendessen: Oft weniger als 1 Cover pro Stuhl (nicht jeder nimmt Hauptgericht)
Covers vergleichen: die richtige Weise
Vergleiche immer denselben Wochentag. Ein Dienstag mit dem Dienstag der Vorwoche, nicht mit dem letzten Samstag.
💡 Beispiel Vergleich:
Donnerstag diese Woche vs. Donnerstag letzte Woche:
- Diese Woche: 52 Covers, €1.847 Umsatz
- Letzte Woche: 48 Covers, €1.680 Umsatz
- Umsatz pro Cover: €35,52 vs €35,00
Fazit: Mehr Gäste und etwas höherer Durchschnittsbons. Gutes Zeichen!
Saisonnale Muster erkennen
Covers schwanken je nach Jahreszeit. Wenn du Muster erkennst, kannst du besser planen:
- Winter: Normalerweise weniger Covers, aber höherer Umsatz pro Cover
- Sommer: Mehr Covers durch Terrassen, aber niedrigerer Umsatz pro Cover
- Feiertage: Extreme Spitzen und Täler
Covers und Personalplanung
Nutze Covers, um dein Team einzuplanen. Ein erfahrener Koch kann etwa 15-20 Covers pro Stunde in der Küche bewältigen.
💡 Beispiel Planung:
Erwartung Samstag: 120 Covers zwischen 18:00-22:00
- 120 Covers ÷ 4 Stunden = 30 Covers/Stunde
- 30 Covers ÷ 15 Covers pro Koch = 2 Köche nötig
Plus 1 Extra für Spitzen = 3 Köche einplanen
Covers digital erfassen
Die meisten Kassensysteme zählen Covers automatisch. Wenn du das nicht hast, zähle manuell die Anzahl der Hauptgerichte pro Tag.
Mit einer App wie KitchenNmbrs kannst du Covers mit deinen Lebensmittelkostenberechnungen verknüpfen. So siehst du nicht nur, wie viele Gäste du hattest, sondern auch, was jeder Cover dir an Gewinn brachte.
Wie nutzt du Covers als KPI? (Schritt für Schritt)
Zähle täglich deine Covers
Notiere jeden Tag die Anzahl der Hauptgerichte, die du servierst. Nutze dein Kassensystem oder zähle manuell. Zähle nur Hauptgerichte, keine Vor- oder Nachspeisen.
Berechne deine Durchschnitte pro Woche
Addiere alle Covers der Woche und teile durch die Anzahl der Öffnungstage. Das gibt dir einen zuverlässigen Durchschnitt, den du mit anderen Wochen vergleichen kannst.
Vergleiche mit früheren Perioden
Vergleiche immer denselben Wochentag und achte auf Saisonnale Muster. Ein Anstieg von 10% Covers gegenüber dem Vorjahr ist viel wertvoller als eine tägliche Schwankung.
Verknüpfe Covers mit Umsatz
Teile deinen Tagesumsatz durch die Anzahl der Covers für deinen Durchschnittsbons. Wenn dieser sinkt, während Covers steigen, bestellen Gäste weniger teure Artikel.
Plane Personal basierend auf Covers
Nutze historische Cover-Daten, um deine Küche und Bedienung einzuplanen. Rechne mit 15-20 Covers pro Stunde pro erfahrenem Koch in der Küche.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Montag deine Covers der letzten Woche und vergleiche mit derselben Woche des Vorjahres. Das gibt dir den besten Einblick in dein echtes Wachstum oder deine Schrumpfung.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Kinderportionen als Cover zählen?
Ja, eine Kinderportie zählt als 1 Cover. Es geht um die Anzahl der servierten Hauptgerichte, unabhängig von der Portionsgröße.
Was ist, wenn jemand nur einen Salat als Hauptgericht nimmt?
Das zählt auch als 1 Cover. Alles, was als Hauptgericht bestellt und serviert wird, unabhängig von der Art des Gerichts, zählt mit.
Wie ist es mit Takeaway und Lieferung?
Takeaway und Lieferung zählen auch als Covers. Jedes Hauptgericht, das du verkaufst, ob es vor Ort gegessen oder mitgenommen wird, ist ein Cover.
Was ist eine gute Anzahl von Covers pro Tag für ein kleines Restaurant?
Das hängt von deinem Betrieb ab, aber 40-80 Covers pro Tag ist normal für ein Restaurant mit 30-50 Plätzen. Wichtiger ist der Trend: Steigen oder sinken deine Covers?
Kann ich Covers nutzen, um meine Vorräte zu planen?
Absolut. Wenn du weißt, dass du durchschnittlich 60 Covers pro Tag machst, kannst du deine Einkäufe danach ausrichten. Rechne aber mit Schwankungen von 20-30% zur Sicherheit.
Warum schwanken meine Covers so sehr pro Tag?
Das ist normal. Wetter, Veranstaltungen in der Nähe, Jahreszeiten und Wochentage beeinflussen deine Covers. Konzentriere dich auf wöchentliche Durchschnitte für ein besseres Bild.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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