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Wie wechselst du von Bauchgefühl zu echten Zahlen aus deiner Küche?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Von Bauchgefühl zu harten Zahlen ist der Übergang, der den Unterschied zwischen Raten und Wissen ausmacht. Viele Gastronomen haben das Gefühl, dass etwas mit ihren Margen nicht stimmt, können aber nicht genau sagen, was. In diesem Artikel lernst du in 5 praktischen Schritten, wie du von vagen Vermutungen zu konkreten Daten kommst, die dir wirklich helfen zu steuern.

Warum Bauchgefühl nicht ausreicht

Du hast das Gefühl, dass du zu wenig verdienst. Das Geschäft läuft gut, aber es bleibt nichts übrig. Dein Chef sagt, dass die Portionen 'normal' sind, aber was ist normal? Und dieser neue Lieferant scheint günstiger zu sein, aber stimmt das wirklich?

Bauchgefühl ist ein guter Anfang, aber Zahlen geben Sicherheit. Und das Wichtigste: Zahlen zeigen dir, wo du eingreifen kannst.

💡 Beispiel:

Du verkaufst 100 Pasta-Gerichte pro Woche für €16,50. Dein Gefühl sagt: 'Das verdient sich gut.' Aber die Zahlen:

  • Zutaten: €5,80 pro Portion
  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €15,14
  • Food Cost: 38,3%

Du verlierst €200 pro Woche an diesem einen Gericht.

Die 3 wichtigsten Zahlen zum Anfangen

Fang nicht mit allen Zahlen auf einmal an. Beginne mit diesen drei:

  • Food Cost pro Gericht: Was kosten die Zutaten im Vergleich zu dem, was du verdienst?
  • Umsatz pro Tag: Nicht nur insgesamt, sondern auch pro Gericht
  • Verschwendung pro Woche: Was wirfst du weg und warum?

Diese drei Zahlen geben dir bereits 80% des Einblicks, den du brauchst, um bessere Entscheidungen zu treffen.

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Der Preis auf deiner Speisekarte (€16,50) muss durch 1,09 geteilt werden = €15,14. Sonst sieht dein Food Cost niedriger aus, als er wirklich ist.

Vom Schätzen zum Messen

Der Unterschied zwischen Raten und Wissen liegt im Messen. Aber Messen muss nicht perfekt sein, um nützlich zu sein.

Das MUSST du messen:

  • Exakte Mengen von teuren Zutaten (Fleisch, Fisch, Käse)
  • Tatsächliche Portionsgrößen (wiege 5 Teller des gleichen Gerichts)
  • Einkaufspreise pro Kilogramm oder Liter

Das DARFST du schätzen:

  • Günstige Zutaten (Gewürze, Salz, Pfeffer)
  • Garnitur, wenn sie unter €0,50 pro Portion bleibt
  • Öl und Butter (es sei denn, du machst viel Frittiertes)

💡 Messbeispiel:

Du denkst, dass du 200 Gramm Steak servierst. Du wiegst 5 Teller:

  • Teller 1: 220 Gramm
  • Teller 2: 240 Gramm
  • Teller 3: 210 Gramm
  • Teller 4: 235 Gramm
  • Teller 5: 225 Gramm

Durchschnitt: 226 Gramm. Du gibst 26 Gramm zu viel = €3,12 zusätzliche Kosten pro Portion.

Von Excel zu einem System, das funktioniert

Excel ist besser als nichts, aber es hat Nachteile:

  • Du musst alles selbst ausrechnen
  • Formeln können fehlerhaft sein
  • Es steht auf einem Computer
  • Dein Team kann nicht darauf zugreifen

Ein System wie KitchenNmbrs rechnet automatisch aus, was jedes Gericht kostet. Du gibst Zutaten ein, das System berechnet den Food Cost. Einfach.

Der wichtigste Vorteil: Du siehst sofort die Auswirkung, wenn du etwas änderst. Portion 25 Gramm kleiner? Du siehst sofort, was das pro Monat spart.

Die erste Woche: vom Gefühl zu Fakten

Woche 1 ist entscheidend. Du gehst von 'ich denke, dass...' zu 'ich weiß, dass...'. Konzentriere dich auf deine 3 meistverkauften Gerichte. Nicht mehr.

Miss alles eine Woche lang. Schreib es auf. Rechne es aus. Am Ende der Woche hast du Fakten statt Vermutungen.

💡 Ergebnis Woche 1:

Restaurant De Buurman mass ihre 3 Top-Gerichte:

  • Steak: Food Cost 42% (zu hoch!)
  • Lachs: Food Cost 29% (prima)
  • Pasta: Food Cost 31% (akzeptabel)

Maßnahme: Steakportion 25 Gramm kleiner → Food Cost auf 35% → €180 extra pro Woche.

Von Bauchgefühl zu Zahlen in 5 Schritten

1

Wähle deine 3 meistverkauften Gerichte

Fang klein an. Nimm deine 3 beliebtesten Gerichte und konzentriere dich nur darauf. Das sind oft auch deine wichtigsten Gewinnbringer, also steckt hier der meiste Nutzen.

2

Miss eine Woche lang exakte Portionsgrößen

Wiege 5 Teller von jedem Gericht jeden Tag. Schreib es auf. Nach einer Woche weißt du genau, wie viel du wirklich servierst (oft mehr als du denkst).

3

Sammle alle Einkaufspreise

Gehe deine Rechnungen durch und notiere den Preis pro Kilo oder Liter aller Zutaten. Rechne um auf Preis pro Portion. Das ist die Grundlage deiner Kostenkalkulation.

4

Berechne den Food Cost pro Gericht

Addiere alle Zutatenkosten und teile durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. Multipliziere mit 100 für den Prozentsatz. Über 35% ist normalerweise zu hoch.

5

Mache eine konkrete Veränderung

Wähle das Gericht mit dem höchsten Food Cost und ändere etwas: kleinere Portion, andere Garnitur oder höherer Preis. Miss die Auswirkung in der nächsten Woche.

✨ Pro tip

Fang mit dem Gericht an, bei dem du die meisten Zweifel hast. Dieses Gefühl ist oft richtig - und dort steckt normalerweise auch der größte Gewinn.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss ich meine Zahlen überprüfen?

Beginne wöchentlich für deine wichtigsten Gerichte. Wenn du eine Routine hast, kannst du zu monatlich wechseln. Aber überprüfe immer nach Preisänderungen deiner Lieferanten.

Was ist, wenn ich keine Zeit habe, alles zu verfolgen?

Fang mit deinen 3 meistverkauften Gerichten an. Das gibt dir bereits 70% des Einblicks. Perfektion ist nicht nötig, Verbesserung schon.

Kann ich nicht einfach schätzen, was etwas kostet?

Schätzen ist besser als nichts, aber oft 20-30% falsch. Bei einem Steak für €25 sind das €5-7,50 Unterschied. Das summiert sich über ein ganzes Jahr.

Muss ich wirklich alles bis auf das Gramm wiegen?

Nein. Konzentriere dich auf teure Zutaten (Fleisch, Fisch, Käse). Gewürze und günstige Garnitur darfst du schätzen, wenn es unter €0,50 pro Portion bleibt.

Was ist, wenn mein Food Cost höher als 35% ist?

Dann verlierst du wahrscheinlich Geld an diesem Gericht. Optionen: kleinere Portion, günstigere Zutaten oder höherer Verkaufspreis. Fang mit der einfachsten Anpassung an.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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