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Wie erkennst du, welche Gerichte wirklich nicht mehr auf deine Karte gehören?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Gerichte, die schlecht verkaufen und wenig einbringen, kosten dich doppelt. Sie nehmen Platz auf der Speisekarte ein, du kaufst Zutaten ein, die verderben, und du verpasst Chancen, um rentable Gerichte zu bewerben. Mit dieser Analyse erkennst du, welche Gerichte dein Menü belasten.

Die vier Quadranten deines Menüs

Jedes Gericht fällt in eine von vier Kategorien. Wenn du Beliebtheit und Rentabilität kombinierst, siehst du sofort, welche Gerichte Maßnahmen benötigen.

💡 Die vier Typen:

  • Stars: Beliebt + rentabel (behalten!)
  • Plowhorses: Beliebt + nicht rentabel (Preise erhöhen)
  • Puzzles: Nicht beliebt + rentabel (mehr bewerben)
  • Dogs: Nicht beliebt + nicht rentabel (wegholen!)

Sammle deine Verkaufs- und Kostendaten

Für diese Analyse brauchst du zwei Zahlen pro Gericht: wie viel du davon verkaufst und wie viel es einbringt. Hole deine Kassendaten der letzten 3 Monate.

⚠️ Achtung:

Nimm mindestens 3 Monate Daten. Eine schlechte Woche kann dein Bild verzerren. Saisonale Gerichte analysierst du separat.

Berechne die Beliebtheit pro Gericht

Beliebtheit = wie viel Prozent deines Gesamtumsatzes dieses Gericht ausmacht. Addiere alle verkauften Portionen aller Gerichte. Teile die Portionen pro Gericht durch diese Summe.

💡 Beispielberechnung:

In den letzten 3 Monaten:

  • Carbonara: 450 Portionen
  • Steak: 320 Portionen
  • Lachs: 180 Portionen
  • Gesamt alle Gerichte: 2.400 Portionen

Carbonara Beliebtheit: 450 ÷ 2.400 = 18,8%

Berechne die Rentabilität pro Gericht

Rentabilität = Bruttogewinn pro Portion. Ziehe von deinem Verkaufspreis (ohne VAT) die Zutatenkosten ab. Gerichte mit höherem Bruttogewinn sind rentabler.

💡 Beispiel Gewinnberechnung:

  • Carbonara: €18,50 ÷ 1,09 = €16,97 ohne VAT
  • Zutatenkosten: €5,10
  • Bruttogewinn: €16,97 - €5,10 = €11,87

Vergleiche diese €11,87 mit anderen Gerichten.

Zeichne deine Menü-Matrix

Setze Beliebtheit auf die X-Achse und Rentabilität auf die Y-Achse. Verwende den Durchschnitt beider als Trennlinie. Gerichte unten links sind deine 'Dogs' - die müssen weg.

  • Oben rechts (Stars): Bewirb diese noch mehr
  • Unten rechts (Plowhorses): Erhöhe den Preis oder senke die Kosten
  • Oben links (Puzzles): Besser bewerben oder Beschreibung anpassen
  • Unten links (Dogs): Von der Karte nehmen

Signale, dass ein Gericht weg muss

Neben niedriger Beliebtheit und Rentabilität gibt es weitere Signale, dass ein Gericht dein Menü belastet:

  • Zutaten, die nur dafür eingekauft werden (und oft verderben)
  • Komplexe Zubereitung, die die Küche verlangsamt
  • Beschwerden über Geschmack oder Präsentation
  • Saisonale Gerichte, die das ganze Jahr auf der Karte bleiben

⚠️ Achtung:

Nimm nie mehr als 2-3 Gerichte gleichzeitig von der Karte. Gäste brauchen Zeit, um sich an Veränderungen zu gewöhnen.

Die Kosten schlechter Gerichte

Ein Gericht, das schlecht verkauft, kostet dich mehr als du denkst. Du kaufst Zutaten ein, die verderben, dein Menü wird unübersichtlich, und du verpasst Platz für rentable Alternativen.

💡 Kostenbeispiel:

Gericht verkauft sich 2x pro Woche, Zutatenkosten €8 pro Portion:

  • Verkauf: 2 × 52 = 104 Portionen/Jahr
  • Verschwendung durch Verderb: 20 Portionen/Jahr (€160)
  • Verpasste Chance für besseres Gericht: €5 extra Gewinn × 104 = €520

Gesamter verpasster Gewinn: €680 pro Jahr

Ersetze schlecht performende Gerichte

Wenn du ein Gericht weghältst, ersetze es durch etwas, das zu deinen beliebten Gerichten passt. Schau, welche Geschmacksprofile und Preisklassen gut funktionieren.

Teste neue Gerichte zuerst als Tagesspezial, bevor du sie dauerhaft auf die Karte setzt. So vermeidest du, dass du erneut einen 'Dog' hinzufügst.

Wie analysierst du dein Menü systematisch?

1

Sammle Verkaufs- und Kostendaten pro Gericht

Hole Kassendaten von 3 Monaten. Zähle pro Gericht: Anzahl verkaufter Portionen, Verkaufspreis, Zutatenkosten. Das sind deine Basisdaten für die Analyse.

2

Berechne Beliebtheit und Rentabilität

Beliebtheit = Portionen Gericht ÷ Gesamtportionen × 100%. Rentabilität = Verkaufspreis ohne VAT - Zutatenkosten. Ordne alle Gerichte nach beiden Kriterien.

3

Identifiziere deine 'Dogs' und erstelle einen Aktionsplan

Gerichte unter durchschnittlicher Beliebtheit UND Rentabilität sind Kandidaten zum Wegholen. Beginne mit den am schlechtesten performenden und ersetze maximal 2-3 Gerichte auf einmal.

✨ Pro tip

Überprüfe, welche Zutaten du nur für ein schlecht verkaufendes Gericht einkaufst. Diese kosten dich extra durch Verschwendung und Lagerrisiko.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich mein Menü analysieren?

Führe diese vollständige Analyse alle 6 Monate durch. Überprüfe monatlich deine Top 5 der best- und schlechtestverkauften Gerichte, um Trends früh zu erkennen.

Was ist, wenn ein Gericht sentimentalen Wert hat?

Geschäftlich gesehen muss sich jedes Gericht seinen Platz verdienen. Wenn es wirklich bleiben muss, erhöhe dann den Preis oder senke die Kosten, um es rentabel zu machen.

Kann ich schlechte Gerichte durch besseres Marketing retten?

Nur wenn das Problem niedrige Beliebtheit ist, nicht niedrige Rentabilität. Behebe zuerst die Zahlen (Preis oder Kosten), dann erst das Marketing.

Wie viele Gerichte gehören maximal auf meine Karte?

Für die meisten Restaurants: 15-25 Gerichte. Mehr wird unübersichtlich und erhöht dein Lagerrisiko. Weniger schränkt die Auswahl zu sehr ein.

Sollte ich saisonale Gerichte anders bewerten?

Ja, analysiere saisonale Gerichte separat innerhalb ihrer Saison. Ein Eisdessert, das im Winter schlecht verkauft, kann im Sommer ein 'Star' sein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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