Eine Grillbox, die du liefern lässt, hat andere Margen als ein Restaurant. Du hast keine Bedienung und Miete, aber dafür Verpackungs- und Lieferkosten. Außerdem berechnen Lieferplattformen 15-30% Provision. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Marge auf deine Grillboxen berechnest.
Was macht eine Grillbox anders?
Bei einer Grillbox, die du liefern lässt, hast du eine andere Kostenstruktur als ein Restaurant:
- Keine Bedienung: Spart Personal, aber du musst alles fertig liefern
- Verpackungskosten: Behälter, Tüten, Besteck, Servietten - das summiert sich auf
- Plattformgebühr: Lieferando, Uber Eats berechnen 15-30% deines Bestellwerts
- Lieferkosten: Entweder bezahlst du einen Lieferboten, oder die Plattform übernimmt es
💡 Beispiel Grillbox:
Grillbox für 4 Personen, Verkaufspreis €65,00 (inkl. 9% MwSt.)
- Fleisch und Gemüse: €18,00
- Saucen und Beilagen: €4,50
- Verpackung (Behälter, Tüten): €3,20
- Plattformgebühr (25%): €16,25
Gesamtkosten: €41,95
Schritt 1: Berechne deine Zutatenkosten
Addiere alle Zutaten, die in die Box gehen. Vergiss nicht die kleinen Dinge:
- Fleisch (rechne mit Schnittabfall, wenn du selbst filetierst)
- Gemüse und Salat
- Saucen, Marinaden, Gewürze
- Brötchen oder Beilagen
- Garnierung oder Dekoration
⚠️ Achtung:
Rechne mit deinem tatsächlichen Einkaufspreis, nicht mit dem Verbraucherpreis. Wenn du beim Großhandel kaufst, sind deine Kosten niedriger als das, was Kunden im Supermarkt zahlen.
Schritt 2: Addiere Verpackungskosten
Verpackung ist eine bedeutende Kostenposition bei der Lieferung. Rechne alles ein:
- Behälter für Fleisch, Gemüse, Saucen
- Kunststofftüten oder Kartonboxen
- Einweg-Besteck und Servietten
- Aufkleber mit deinem Logo
- Isolierung (falls nötig für warme Produkte)
💡 Rechenbeispiel Verpackung:
- 4 Fleischbehälter: €1,20
- 2 Gemüsebehälter: €0,60
- 3 Saucenbehälter: €0,45
- Kartonbox: €0,80
- Kunststofftüte + Aufkleber: €0,15
Verpackung insgesamt: €3,20
Schritt 3: Berechne die Plattformgebühr
Lieferplattformen berechnen einen Prozentsatz deines Verkaufspreises. Dies variiert je nach Plattform und Vertrag:
- Lieferando: Normalerweise 13-18% + Lieferkosten
- Uber Eats: Oft 15-25% je nach Vereinbarung
- Deliveroo: Vergleichbar mit Uber Eats
Formel: Plattformgebühr = Verkaufspreis × (Gebühren-% / 100)
💡 Gebührenberechnung:
Grillbox €65,00, Plattformgebühr 25%
Gebühr: €65,00 × 0,25 = €16,25
Schritt 4: Berechne deine tatsächliche Marge
Jetzt kannst du deine tatsächliche Marge berechnen:
Marge = Verkaufspreis - Zutaten - Verpackung - Plattformgebühr
💡 Vollständige Berechnung:
- Verkaufspreis: €65,00
- Zutaten: €22,50
- Verpackung: €3,20
- Plattformgebühr: €16,25
Marge: €65,00 - €41,95 = €23,05 (35,5%)
Was ist eine gute Marge für Grillboxen?
Für Lieferboxen sind andere Margen normal als für Restaurants:
- 30-40%: Gute Marge, unter Berücksichtigung der Plattformgebühr
- 25-30%: Akzeptabel, aber schau, ob du optimieren kannst
- Unter 25%: Zu niedrig, erhöhe deinen Preis oder senke die Kosten
⚠️ Achtung:
Vergiss nicht, dass du noch andere Kosten hast wie Küchenmiete, Energie, Versicherungen und deine eigene Zeit. Diese 35% Marge müssen alle diese Kosten decken und dir noch Gewinn bringen.
Tipps zur Verbesserung deiner Marge
Einige praktische Wege, um mehr Marge zu erzielen:
- Kaufe Verpackung in großen Mengen: Kann 20-30% bei Verpackungskosten sparen
- Verhandle mit Plattformen: Bei höherem Volumen kannst du oft bessere Gebührentarife bekommen
- Konzentriere dich auf größere Bestellungen: Die Fixkosten (Verpackung, Gebühr) verteilst du auf mehr Umsatz
- Saisoneinkauf: Kaufe Fleisch und Gemüse, wenn die Preise niedrig sind
Wie berechnest du die Marge auf eine Grillbox? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Zutatenkosten
Erstelle eine Liste aller Zutaten in der Box: Fleisch, Gemüse, Saucen, Beilagen. Addiere die tatsächlichen Einkaufspreise, nicht die Verbraucherpreise.
Berechne Verpackungskosten
Addiere alle Verpackung: Behälter, Boxen, Tüten, Besteck, Servietten, Aufkleber. Dies summiert sich oft auf €2-4 pro Box und wird oft in der Berechnung vergessen.
Berechne die Plattformgebühr
Multipliziere deinen Verkaufspreis mit dem Gebührenprozentsatz der Lieferplattform (normalerweise 15-30%). Dies ist deine größte Kostenposition nach den Zutaten.
Ziehe alle Kosten vom Verkaufspreis ab
Marge = Verkaufspreis - Zutaten - Verpackung - Plattformgebühr. Strebe mindestens 30% Marge an, um deine übrigen Kosten und Gewinn zu decken.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Marge auf deinen 3 meistverkauften Boxen jeden Monat. Wenn diese stimmen, hast du 80% deines Problems gelöst. Der Rest deines Sortiments folgt von selbst.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Margenberechnung einbeziehen?
Für deine interne Berechnung kannst du mit Preisen inklusive MwSt. arbeiten, da dein Kunde das zahlt. Aber beachte, dass du die 9% MwSt. an das Finanzamt abführen musst.
Wie sieht es mit Lieferkosten in meiner Marge aus?
Wenn die Plattform die Lieferung übernimmt, ist das oft in der Gebühr enthalten. Lieferst du selbst, rechne dann €3-5 pro Fahrt für Kraftstoff und Zeit deines Lieferboten.
Was ist, wenn ich über mehrere Plattformen verkaufe?
Jede Plattform hat unterschiedliche Gebühren. Berechne deine Marge pro Plattform separat und konzentriere dein Marketing auf die Plattform, die dir die beste Marge gibt.
Sind 30% Marge ausreichend für eine Grillbox?
30% ist das Minimum. Du hast noch Kosten wie Küchenmiete, Energie, Versicherungen und deine eigene Zeit. Strebe 35-40% Marge an, um gesund zu bleiben.
Wie oft sollte ich meine Margen überprüfen?
Überprüfe monatlich deine Zutatenprise und Verpackungskosten. Lieferanten erhöhen regelmäßig die Preise, also müssen deine Verkaufspreise mitziehen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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