Wenn Ölpreise steigen, spürst du das direkt in deinem Geldbeutel. Viele Gerichte verwenden Öl, aber nur wenige Unternehmer wissen genau, wie viel das pro Portion kostet. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Auswirkung eines höheren Ölpreises auf alle deine Gerichte gleichzeitig berechnest.
Warum die Ölpreis-Auswirkung berechnen?
Öl scheint pro Liter günstig zu sein, aber du verwendest es in fast jedem Gericht. Eine Fritteuse, gebratenes Fleisch, Salatdressing, gebratenes Gemüse - überall steckt Öl drin. Wenn der Preis von €3 auf €4 pro Liter steigt, kann das hunderte Euro pro Monat kosten.
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer unterschätzen, wie viel Öl sie verwenden. Eine Fritteuse verbraucht 15-20 Liter pro Woche, plus all das Öl zum Braten und Anbraten.
Inventarisiere deinen Ölverbrauch pro Gericht
Beginne mit einer Liste aller Gerichte, die Öl verwenden. Notiere pro Gericht, wie viel Öl darin steckt:
- Fritteuse: Berechne pro Portion (Gesamtölverbrauch / Anzahl der Portionen)
- Braten: Messe, wie viel Öl du pro Pfanne verwendest
- Dressing: Rechne aus, wie viel Öl pro Salat
- Marinaden: Teile Marinade durch Anzahl der Fleischportionen
💡 Beispiel Fritteuse-Berechnung:
Deine Fritteuse fasst 20 Liter Öl. Diese Woche hast du 400 Portionen Pommes gemacht.
- Öl pro Portion: 20 Liter / 400 Portionen = 0,05 Liter
- Bei €3/Liter: €0,15 pro Portion
- Bei €4/Liter: €0,20 pro Portion
Unterschied: €0,05 pro Portion Pommes
Berechne die Kostensteigerung pro Gericht
Für jedes Gericht berechnest du die zusätzlichen Kosten mit der Formel:
Zusätzliche Kosten = (Neuer Preis - Alter Preis) × Ölmenge pro Portion
💡 Beispiel verschiedene Gerichte:
Ölpreis steigt von €3 auf €4 pro Liter (+€1):
- Pommes (0,05L): +€0,05 pro Portion
- Steak (0,01L): +€0,01 pro Portion
- Caesar-Salat (0,02L): +€0,02 pro Portion
- Gebratener Fisch (0,015L): +€0,015 pro Portion
Rechne aus, was das pro Monat kostet
Multipliziere die zusätzlichen Kosten pro Portion mit der Anzahl der Portionen, die du pro Monat von jedem Gericht verkaufst.
💡 Beispiel monatliche Auswirkung:
Bei 100 Portionen Pommes pro Woche (400 pro Monat):
- Zusätzliche Kosten: €0,05 × 400 = €20 pro Monat
- Pro Jahr: €20 × 12 = €240 zusätzlich
Für alle Gerichte zusammen kann das €100-300 pro Monat sein.
Entscheidung: Preise erhöhen oder Foodcost akzeptieren?
Jetzt weißt du genau, was der Ölpreis dich kostet. Du hast zwei Möglichkeiten:
- Menüpreis erhöhen: Rechne die zusätzlichen Kosten in deinen Verkaufspreis ein
- Niedrigere Marge akzeptieren: Halte die Preise gleich, verdiene weniger pro Gericht
- Weniger Öl verwenden: Suche Alternativen (Heißluftfriteuse, Grillen statt Frittieren)
⚠️ Achtung:
Wenn dein Foodcost dadurch über 35% steigt, machst du wahrscheinlich Verlust mit diesen Gerichten. Eine Preiserhöhung wird dann notwendig.
Halte dies in einem System fest
Aktualisiere deine Kostpreis-Berechnungen, sobald dein Lieferant neue Preise mitteilt. In einer App wie KitchenNmbrs passt du den Ingredienspreis einmal an und siehst sofort die Auswirkung auf alle Gerichte. Das spart viel Rechenarbeit und verhindert, dass du vergisst, Gerichte anzupassen.
Wie berechnest du die Ölpreis-Auswirkung? (Schritt für Schritt)
Inventarisiere deinen Ölverbrauch pro Gericht
Erstelle eine Liste aller Gerichte, die Öl verwenden. Messe oder schätze, wie viel Liter Öl du pro Portion verwendest. Bei Fritteuse: Teile Gesamtölverbrauch durch Anzahl der Portionen diese Woche.
Berechne die Kostensteigerung pro Portion
Verwende die Formel: (Neuer Ölpreis - Alter Ölpreis) × Liter Öl pro Portion. Beispiel: (€4 - €3) × 0,05L = €0,05 zusätzlich pro Portion Pommes.
Rechne die monatliche Auswirkung aus
Multipliziere zusätzliche Kosten pro Portion mit Anzahl der Portionen pro Monat. Addiere alle Gerichte zusammen, um die gesamte monatliche Auswirkung zu sehen.
Entscheide über Preisanpassung
Überprüfe, ob dein Foodcost über 35% steigt. Falls ja, erwäge eine Menüpreis-Erhöhung. Aktualisiere alle deine Kostpreise auf einmal in deinem System.
✨ Pro tip
Überprüfe nicht nur Öl, sondern auch andere 'unsichtbare' Ingredienzien wie Salz, Pfeffer, Gewürze und Butter. Diese kleinen Beträge pro Portion können zusammen hunderte Euro pro Monat kosten.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie weiß ich genau, wie viel Öl ich pro Portion verwende?
Messe eine Woche lang, wie viel Öl du nachfüllst und zähle die Anzahl der Portionen. Teile Gesamtölverbrauch durch Anzahl der Portionen. Bei Fritteuse ist dies die genaueste Methode.
Muss ich sofort meinen Menüpreis bei höherem Ölpreis erhöhen?
Nur wenn dein Foodcost dadurch über 35% steigt. Rechne zuerst aus, wie groß die Auswirkung ist. Manchmal kannst du die höheren Kosten durch effizienteres Arbeiten ausgleichen.
Gilt dies auch für andere Ingredienzien wie Butter?
Ja, die gleiche Methode funktioniert für alle Ingredienzien, die du in mehreren Gerichten verwendest. Berechne Verbrauch pro Portion und multipliziere mit der Preiserhöhung.
Wie oft sollte ich meine Ingredienspreis aktualisieren?
Überprüfe monatlich deine Lieferantenrechnungen auf Preisänderungen. Aktualisiere sofort bei Steigerungen von mehr als 10%, sonst riskierst du Verluste.
Kann ich dies automatisieren statt manuell zu berechnen?
Ja, in einer App wie KitchenNmbrs passt du den Ingredienspreis einmal an und siehst sofort die Auswirkung auf alle Gerichte. Das verhindert Rechenfehler und spart Zeit.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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