Ein Food Truck kostet zwischen €50.000 und €150.000, je nach deinen Entscheidungen. Viele Unternehmer vergessen Genehmigungen, Inspektionen und erste Bestände einzuplanen. In diesem Artikel lernst du, alle Kosten zu berechnen, damit du keine Überraschungen erlebst.
Übersicht aller Investitionskosten
Ein Food Truck hat verschiedene Kostenpositionen, die du vorher berechnen musst. Wir teilen sie in Hauptkategorien auf:
- Fahrzeug und Ausstattung: €30.000 - €100.000
- Küchengeräte: €15.000 - €35.000
- Genehmigungen und Inspektionen: €2.000 - €5.000
- Erste Bestände und Betriebskapital: €3.000 - €10.000
💡 Beispielbudget Mittelsegment:
- Gebrauchter Truck + Ausstattung: €60.000
- Küchengeräte: €22.000
- Genehmigungen und TÜV: €3.500
- Erste Bestände: €5.000
- Unvorhergesehen (10%): €9.050
Gesamt: €99.550
Fahrzeug und Ausstattung spezifizieren
Das Fahrzeug ist deine größte Kostenposition. Du hast drei Optionen:
- Neuer ausgestatteter Truck: €80.000 - €150.000
- Gebraucht mit Ausstattung: €40.000 - €80.000
- Selbst ausbauen (Chassis + Eigenleistung): €30.000 - €60.000
Bei Eigenleistung musst du mit Isolierung, Elektrik, Gas, Abzugsanlage, Handwaschanlage und Böden rechnen. Das kostet schnell €15.000 - €25.000 zusätzlich zu einem geeigneten Chassis.
⚠️ Achtung:
Ein Food Truck muss HACCP-Anforderungen erfüllen. Eigenleistung sieht günstiger aus, aber wenn die Inspektion abgelehnt wird, kostet der Umbau tausende Euro extra.
Küchengeräte budgetieren
Deine Küchengeräte hängen von deinem Konzept ab. Für einen einfachen Burger/Pommes Truck rechnest du mit:
- Fritteuse (doppelt): €3.000 - €6.000
- Grill/Plancha: €2.000 - €4.000
- Kühlung (Unter-/Oberschrank): €3.000 - €5.000
- Abzugsanlage und Belüftung: €4.000 - €8.000
- Kleinmaterial: €2.000 - €3.000
💡 Pizza Truck Beispiel:
- Holzofen: €8.000
- Kühlung: €4.000
- Vorbereitungstisch: €1.500
- Abzugsanlage: €5.000
- Kleinmaterial: €2.500
Gesamt: €21.000
Genehmigungen und Inspektionen berechnen
Für einen Food Truck brauchst du verschiedene Genehmigungen. Die Kosten variieren je nach Gemeinde:
- Betriebsgenehmigung: €500 - €1.500 pro Gemeinde
- HACCP Inspektion: €800 - €1.200
- TÜV und Behördliche Inspektion: €200 - €400
- Standplatzgenehmigungen: €50 - €200 pro Ort pro Jahr
- Veranstaltungsgenehmigungen: €25 - €150 pro Event
Viele Unternehmer vergessen, dass du für jede Gemeinde, in der du stehen möchtest, eine separate Betriebsgenehmigung brauchst. Bei 5 Gemeinden bist du bereits €2.500 - €7.500 für Genehmigungen los.
⚠️ Achtung:
Einige Gemeinden haben Wartelisten von Jahren für feste Standplätze. Überprüfe dies vorher, sonst hast du einen Truck aber keinen Platz zum Stehen.
Betriebskapital und erste Bestände
Neben dem Truck brauchst du Geld zum Betreiben:
- Erste Bestände: €1.500 - €3.000
- Verpackungsmaterial: €500 - €1.000
- Marketing (Website, Flyer): €1.000 - €2.000
- Versicherungen (erstes Jahr): €2.000 - €4.000
- Puffer erste 3 Monate: €3.000 - €8.000
Viele Food Trucks haben einen langsamen Start. Rechne mit mindestens 3 Monaten, in denen du wenig verdienst, aber Kosten hast.
💡 Betriebskapitalberechnung:
Bei €1.000 Umsatz pro Tag (6 Tage/Woche):
- Lebensmittelkosten 30%: €300/Tag
- Treibstoff: €50/Tag
- Sonstige Kosten: €100/Tag
Für 3 Monate (78 Tage): €35.100 Betriebskapital erforderlich.
Finanzierungsmöglichkeiten
Wenige Unternehmer haben €100.000 bar verfügbar. Häufig verwendete Finanzierungsformen:
- Truck leasen: €800 - €1.500/Monat
- Geschäftsdarlehen: Zinsen 4-8%, Laufzeit 5-10 Jahre
- Crowdfunding: für einzigartige Konzepte
- Investor: gegen Umsatzanteil
Beim Leasing zahlst du mehr, aber deine Startinvestition ist viel niedriger. Rechne aus, was für deinen Cashflow am besten passt.
Wie berechnest du die Gesamtinvestitionskosten? (Schritt für Schritt)
Erstelle eine Liste aller Kostenpositionen
Schreibe auf: Fahrzeug, Ausstattung, Küchengeräte, Genehmigungen, erste Bestände, Betriebskapital und Unvorhergesehenes. Vergiss keine kleinen Dinge wie Besteck, Geschirr und Reinigungsmittel.
Hole Angebote für die großen Positionen ein
Frage Preise bei Food Truck Herstellern, Gerätebietern und deiner Gemeinde an. Rechne mit mindestens 3 Angeboten pro großer Anschaffung, um realistische Preise zu erhalten.
Addiere alles und füge 15% Unvorhergesehenes hinzu
Summiere alle Kosten auf und rechne 15% Unvorhergesehenes zur Gesamtsumme hinzu. Bei einem Food Truck läuft immer etwas anders als geplant. Dieser Puffer verhindert, dass du halbwegs ohne Geld sitzt.
✨ Pro tip
Starten Sie mit einer Gemeinde und erweitern Sie später. Viele angehende Food Truck Unternehmer möchten überall fahren, aber 8 Genehmigungen kosten €8.000+, bevor du einen Euro verdient hast.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen Food Truck mit €30.000 starten?
Das ist sehr knapp. Du kannst einen alten Truck kaufen und selbst ausbauen, aber dann hast du noch keine Genehmigungen, Bestände und Betriebskapital. Rechne mit mindestens €50.000 für einen einfachen Start.
Was kostet ein Food Truck pro Monat an Fixkosten?
Im Durchschnitt €2.000 - €4.000 pro Monat. Das sind Versicherung, Abschreibung, Wartung, Telefon und Standplatzgenehmigungen. Variable Kosten wie Treibstoff und Zutaten kommen noch hinzu.
Ist es besser zu leasen oder zu kaufen?
Leasing kostet mehr, verteilt aber deine Investition. Bei €1.200/Monat Leasing zahlst du über 5 Jahre €72.000. Ein vergleichbarer Truck kostet €60.000 zu kaufen. Aber beim Leasing hast du mehr Cashflow für den täglichen Betrieb.
Wie viel Umsatz muss ich machen, um rentabel zu sein?
Bei €4.000 Fixkosten pro Monat brauchst du mindestens €13.000 Umsatz (30% Marge). Das sind €500 pro Tag, 6 Tage pro Woche. Überprüfe, ob dies an deinen Standorten realistisch ist.
Welche Genehmigungen sind am teuersten?
Betriebsgenehmigungen pro Gemeinde. Wenn du in 8 Gemeinden stehen möchtest, zahlst du €4.000 - €12.000 nur für Genehmigungen, bevor du einen Euro verdient hast. Überprüfe vorher, wo du fahren möchtest und rechne alle Gemeinden ein.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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