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📝 Lebensmittelsicherheit und HACCP · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie legst du die Start- und Endtemperatur beim Abkühlen von warmen Gerichten fest?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Das Abkühlen von warmen Gerichten ist ein kritischer Punkt für die Lebensmittelsicherheit. Zwischen 7°C und 60°C können sich Bakterien rasend schnell vermehren. Durch das korrekte Festhalten von Start- und Endtemperatur beweist du, dass du sicher gekühlt hast und verhinderst Lebensmittelvergiftungen.

Warum das Festhalten von Temperaturen so wichtig ist

Die Temperaturzone zwischen 7°C und 60°C wird die 'Gefahrenzone' genannt. Hier können schädliche Bakterien wie Salmonellen und Listerien sich alle 20 Minuten verdoppeln. Eine Portion Suppe, die 4 Stunden in dieser Zone bleibt, kann Millionen von Bakterien enthalten.

⚠️ Achtung:

Warme Gerichte müssen innerhalb von 2 Stunden von 60°C auf 7°C abkühlen. Dauert es länger? Dann ist das Lebensmittel nicht mehr sicher zum Servieren.

Welche Temperaturen du messen musst

Beim Abkühlen misst du drei Zeitpunkte:

  • Starttemperatur: Direkt nach dem Kochen (mindestens 75°C)
  • Zwischentemperatur: Nach 1 Stunde Kühlung (muss unter 21°C sein)
  • Endtemperatur: Nach maximal 2 Stunden (unter 7°C)

Messe immer im dicksten Teil des Produkts. Dort kühlt es am langsamsten ab.

💡 Beispiel: Tomatensuppe abkühlen

Großer Topf Tomatensuppe (3 Liter) nach dem Kochen:

  • 14:00 - Start: 82°C (gut, über 75°C)
  • 15:00 - Nach 1 Stunde: 18°C (gut, unter 21°C)
  • 16:00 - Nach 2 Stunden: 4°C (gut, unter 7°C)

Ergebnis: Sicher gekühlt, kann gelagert werden

Was wenn die Temperatur nicht stimmt

Manchmal läuft der Kühlprozess nicht nach Plan. Dann musst du schnell handeln:

  • Nach 1 Stunde noch über 21°C: Kleinere Portionen machen, Eisbad verwenden
  • Nach 2 Stunden noch über 7°C: Produkt wegwerfen, nicht lagern
  • Kühlung defekt: Produkt sofort verwenden oder wegwerfen

💡 Beispiel: Kühlung zu langsam

Großer Topf Schmorbraten kühlt zu langsam:

  • 15:00 - Start: 78°C
  • 16:00 - Nach 1 Stunde: 28°C (zu hoch!)
  • Maßnahme: Topf in 4 kleinere Behälter aufteilen
  • 16:30 - Kontrolle: 12°C (besser)
  • 17:00 - Endmessung: 5°C (sicher)

Durch schnelles Handeln bleibt das Produkt sicher

Wie du das praktisch registrierst

Erstelle ein festes Format für dein Team. Notiere immer:

  • Produktname und Menge
  • Datum und Messzeitpunkte
  • Gemessene Temperaturen
  • Name der Person, die gemessen hat
  • Besonderheiten (Probleme, Maßnahmen)

Bewahre diese Aufzeichnungen mindestens 2 Jahre auf. Bei einer Lebensmittelkontrolle musst du nachweisen können, dass du korrekt gekühlt hast.

💡 Beispiel: Digitale Registrierung

Mit einer App wie KitchenNmbrs protokollierst du direkt:

  • Produkt: Rinderbraten, 2,5L
  • Mitarbeiter: Sarah
  • 14:15 - Start: 79°C ✓
  • 15:15 - Zwischen: 19°C ✓
  • 16:15 - Ende: 6°C ✓

Automatisch gespeichert, leicht zu finden

Häufige Fehler

Achte auf diese Fallstricke beim Abkühlen:

  • Zu große Portionen: Dicke Schichten kühlen langsam ab
  • Falsche Messstelle: Messe in der Mitte, nicht am Rand
  • Kühlschrank überfüllt: Luft muss zirkulieren können
  • Deckel drauf: Hält Wärme fest, nimm den Deckel ab

⚠️ Achtung:

Messe niemals nur an der Außenseite. Ein Topf Suppe kann außen 15°C sein, aber innen noch 35°C. Stecke dein Thermometer tief in das Produkt.

Wie legst du Kühltemperaturen fest? (Schritt für Schritt)

1

Messe die Starttemperatur direkt nach dem Kochen

Stecke ein sauberes Kernthermometer in den dicksten Teil des warmen Gerichts. Notiere Zeit, Temperatur und Produkt. Die Temperatur muss mindestens 75°C sein, um sicher zu sein.

2

Stelle das Produkt schnell und richtig zum Kühlen weg

Teile große Mengen in kleinere Portionen auf (max. 5cm dick). Stelle in den Kühlschrank ohne Deckel. Sorge dafür, dass Luft um die Behälter zirkulieren kann.

3

Messe nach 1 Stunde die Zwischentemperatur

Überprüfe, ob die Temperatur unter 21°C gesunken ist. Wenn nicht, kühlt es zu langsam und du musst handeln (kleinere Portionen, Eisbad).

4

Messe nach maximal 2 Stunden die Endtemperatur

Die Temperatur muss jetzt unter 7°C sein. Ist das nicht der Fall, ist das Produkt nicht sicher und muss weggeworfen werden.

5

Registriere alle Messungen mit Zeit und Name

Notiere alle Temperaturen, Zeitpunkte, das Produkt und wer gemessen hat. Bewahre diese Daten mindestens 2 Jahre für mögliche Kontrollen auf.

✨ Pro tip

Stelle einen Timer auf deinem Telefon für jede Kühlmessung. Vergisst du es, kann dein Produkt unsicher werden, ohne dass du es merkst.

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Häufig gestellte Fragen

Was wenn mein Produkt nach 1 Stunde noch über 21°C ist?

Teile es sofort in kleinere Portionen auf oder verwende ein Eisbad, um schneller abzukühlen. Messe nach 30 Minuten erneut. Schaffst du es nicht, innerhalb von 2 Stunden unter 7°C zu kommen, musst du es wegwerfen.

Muss ich auch die Temperatur von kleinen Portionen messen?

Ja, auch kleine Portionen können gefährlich sein, wenn sie zu langsam abkühlen. Besonders dicke Saucen und Fleischgerichte bleiben lange warm. Messe immer, unabhängig von der Menge.

Kann ich ein Infrarot-Thermometer verwenden?

Nein, Infrarot misst nur die Oberflächentemperatur. Für die Lebensmittelsicherheit musst du die Kerntemperatur kennen. Verwende immer ein Einstechthermometer, das du in das Produkt steckst.

Wie lange muss ich diese Aufzeichnungen aufbewahren?

Mindestens 2 Jahre. Bei einer Lebensmittelkontrolle können sie nach älteren Aufzeichnungen fragen, um zu sehen, ob du strukturell korrekt arbeitest. Digitale Speicherung macht dies einfacher als Papierlisten.

Was wenn mein Kühlschrank während des Kühlens defekt ist?

Stoppe sofort das Kühlen und verwende das Produkt innerhalb von 2 Stunden oder werfe es weg. Ein defekter Kühlschrank bedeutet, dass du nicht garantieren kannst, dass das Produkt sicher abkühlt.

Muss ich das auch für Gerichte tun, die ich direkt serviere?

Nein, nur für Gerichte, die du später verwenden möchtest. Gerichte, die direkt warm serviert werden, müssen nicht durch den Kühlprozess, müssen aber über 60°C bleiben.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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