Das Zusammenfassen von Lieferungen kann dir hunderte Euro pro Jahr sparen. Viele Restaurants bestellen 2-3 mal pro Woche kleine Mengen, wodurch sie Lieferkosten zahlen und keinen Einkaufsvorteil erhalten. Durch intelligentes Kombinieren zu einer Lieferung pro Woche sparst du Kosten und erhältst oft bessere Preise.
Warum mehrere Lieferungen teuer sind
Jede Lieferung kostet Geld, auch wenn du das nicht immer auf deiner Rechnung siehst. Lieferanten rechnen Transportkosten in ihre Preise ein, und kleine Bestellungen erhalten selten Rabatt.
⚠️ Achtung:
Viele Lieferanten haben Mindestbestellmengen. Darunter zahlst du oft zusätzliche Kosten oder erhältst keinen Rabatt.
Berechne deine aktuellen Lieferkosten
Bevor du sparen kannst, musst du wissen, was du jetzt zahlst. Addiere:
- Lieferkosten pro Bestellung (oft versteckt in Produktpreisen)
- Verwaltungszeit für mehrere Bestellungen
- Verpasste Einkaufsrabatte durch kleine Mengen
- Zusätzliche Lagerkosten durch häufigere Bestellungen
💡 Beispiel:
Restaurant bestellt jetzt 2x pro Woche beim Gemüsehändler:
- Bestellung Montag: €180
- Bestellung Donnerstag: €170
- Versteckte Lieferkosten: €15 pro Lieferung
- Kein Mengenrabatt unter €300
Zusätzliche Kosten pro Woche: €30 + verpasster Rabatt
Berechne die Einsparungen einer Lieferung
Durch den Wechsel zu einer Lieferung pro Woche sparst du auf mehreren Ebenen. Die Formel lautet:
Wocheneinsparung = (Anzahl Lieferungen - 1) × Lieferkosten + Mengenrabatt
💡 Beispielberechnung:
Von 2 auf 1 Lieferung pro Woche:
- Einsparung Lieferkosten: 1 × €15 = €15
- Mengenrabatt auf €350: 3% = €10,50
- Weniger Verwaltungszeit: €5
Gesamte Wocheneinsparung: €30,50
Pro Jahr: €30,50 × 52 = €1.586
Was du für eine Lieferung regeln musst
Das Zusammenfassen funktioniert nur, wenn dein Lager damit umgehen kann und Produkte frisch bleiben. Überprüfe diese Punkte:
- Kühlkapazität für größere Vorräte
- Haltbarkeit von frischen Produkten (5-7 Tage)
- Cashflow: größere Bestellung bedeutet höhere Rechnung
- Planung: besser einschätzen, was du die ganze Woche brauchst
⚠️ Achtung:
Frischen Fisch und Fleisch kannst du oft nicht eine ganze Woche lagern. Für diese Produkte behältst du möglicherweise eine separate Lieferung.
Verschiedene Lieferanten kombinieren
Du kannst auch sparen, indem du Lieferanten intelligenter kombinierst. Anstatt jeden Lieferanten 2x pro Woche zu bestellen, erstellst du einen Plan:
- Montag: Gemüse und Fleisch
- Donnerstag: Fisch und Milchprodukte
- Trockenwaren: 1x alle 2 Wochen
💡 Beispielkombination:
Vorher: 4 Lieferanten × 2 Lieferungen = 8 Lieferungen/Woche
Nachher: 4 Lieferungen/Woche (intelligent verteilt)
- Einsparung: 4 × €12 Lieferkosten = €48/Woche
- Mengenrabatte: durchschnittlich €25/Woche
Gesamt: €73/Woche = €3.796/Jahr
Verwaltung und Planung verbessern
Weniger Lieferungen bedeuten auch weniger Verwaltung. Du sparst Zeit bei:
- Bestellungen aufgeben und überprüfen
- Rechnungen verarbeiten
- Lieferungen in Empfang nehmen
- Lagerbestände aktualisieren
Diese Zeiteinsparung ist schwer zu berechnen, aber in der Praxis sparst du mindestens 2-3 Stunden pro Woche. Bei €25/Stunde sind das €150-225 Einsparung pro Monat.
Wie berechnest du die Einsparungen? (Schritt für Schritt)
Inventarisiere deine aktuellen Lieferungen
Zähle, wie viele Lieferungen du pro Woche von jedem Lieferanten erhältst. Notiere auch die durchschnittlichen Bestellbeträge und überprüfe, ob Mindestbestellmengen gelten.
Berechne versteckte Lieferkosten
Frage deine Lieferanten nach ihren Lieferkosten oder schätze €10-20 pro Lieferung. Addiere auch die Zeit, die du für Bestellungen und Empfang aufwendest (etwa 30 Minuten pro Lieferung).
Überprüfe Mengenrabatte
Frage bei jedem Lieferanten nach, ab welchem Betrag du Rabatt erhältst. Berechne, wie viel zusätzlichen Rabatt du erhältst, wenn du deine wöchentliche Einkauf auf einmal machst statt verteilt.
Addiere die Gesamteinsparungen
Einsparung = (wegfallende Lieferungen × Lieferkosten) + zusätzlicher Mengenrabatt + Zeiteinsparung. Multipliziere mit 52 für die Jahreseinsparung und überprüfe, ob sich der Aufwand lohnt.
✨ Pro tip
Beginne mit einem Lieferanten und teste es einen Monat lang. Wenn es gut läuft, erweiterst du auf andere Lieferanten. So minimierst du das Risiko und lernst, was in deiner Küche funktioniert und was nicht.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich alle Lieferanten an einem Tag zusammenfassen?
Das hängt von deiner Kühlkapazität und der Haltbarkeit von Produkten ab. Frischer Fisch und Fleisch haben oft maximal 3-4 Tage Haltbarkeit, daher kannst du sie schwer eine Woche lagern.
Was ist, wenn ich zwischen Lieferungen etwas Unerwartetes brauche?
Halte einen kleinen Puffer und vereinbare mit Lieferanten Notfalllieferungen. Oft kannst du 1-2 mal pro Monat Zwischenlieferungen machen, ohne dass dies deine Einsparungen zunichte macht.
Wie viel zusätzliche Kühlkapazität brauche ich?
Etwa 30-50% mehr als jetzt, da du für einen längeren Zeitraum einkaufst. Messe deinen aktuellen Kühlinhalt und überprüfe, ob eine Erweiterung notwendig ist, bevor du umstellst.
Bekomme ich wirklich Rabatt bei größeren Bestellungen?
Die meisten Lieferanten geben 2-5% Rabatt ab einem bestimmten Betrag. Frage dies explizit nach - es steht nicht immer auf der Preisliste, aber viele Lieferanten sind bereit zu verhandeln.
Was mache ich mit der Cashflow-Auswirkung?
Deine Rechnungen werden höher, kommen aber seltener. Plane dies in deinen Cashflow ein und bespreche möglicherweise längere Zahlungsbedingungen mit Lieferanten bei größeren Bestellungen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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