📝 Tägliche Kontrolle · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie erstellst du eine Liste von Risikoprodukten, die du regelmäßiger auf Preis und Marge überprüfen möchtest?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 12 Mar 2026

Einige Produkte können deinen Gewinn innerhalb einer Woche ruinieren. Denk an Fleisch, das 20% teurer wird, oder Fisch, bei dem dein Lieferant plötzlich eine andere Qualität liefert. Indem du eine Liste mit Risikoprodukten führst, erkennst du Probleme, bevor sie deine Marge aufzehren.

Was sind Risikoprodukte?

Risikoprodukte sind Zutaten, die deinen Gewinn durch folgende Faktoren beeinflussen können:

  • Preisschwankungen: Fleisch, Fisch, Gemüse, die saisonal bedingt sind
  • Qualitätsunterschiede: Verschiedene Lieferanten, wechselnde Qualität
  • Hohes Volumen: Zutaten, die du viel verwendest
  • Hoher Wert: Teure Produkte, die großen Einfluss auf deine Lebensmittelkosten haben

💡 Beispiel:

Dein meistverkauftes Steak hat diese Risikoprodukte:

  • Entrecote: €32/kg (war €28/kg letzten Monat)
  • Trüffelmayonnaise: €18/Glas (Saisonprodukt)
  • Rucola: €8/kg (Qualität wechselt je nach Lieferant)

Zusammen 60% deiner Zutatenkosten – also hohe Auswirkung auf die Marge.

Wie identifizierst du Risikoprodukte?

Beginne mit deinen 5 meistverkauften Gerichten. Für jedes Gericht schaust du dir an:

  • Teuerste Zutaten: Was kostet mehr als €2 pro Portion?
  • Volumen-Zutaten: Was verwendest du mehr als 10kg pro Woche?
  • Saisonprodukte: Was variiert im Preis über das Jahr?
  • Frische Produkte: Was hat kurze Haltbarkeit?

⚠️ Achtung:

Konzentriere dich nicht auf alle Zutaten. Eine Steigerung von €0,50 bei Petersilie spielt keine Rolle. Eine Steigerung von €2 bei Lachs schon.

Mache deine Liste praktisch nutzbar

Eine gute Risikoprodukte-Liste enthält:

  • Produktname und Lieferant
  • Aktueller Einkaufspreis pro Einheit
  • Datum der letzten Preisüberprüfung
  • Auswirkung auf Lebensmittelkosten (wie viel Prozent deiner Zutatenkosten)
  • Alternative Lieferanten (Backup-Optionen)

💡 Beispiel-Liste:

Risikoprodukte Bistro Die Küche:

  • Entrecote (Metzgerei Jansen): €32/kg - wöchentlich überprüfen - 25% des Steaks
  • Lachsfilet (Fischhandel Nord): €28/kg - wöchentlich überprüfen - 40% des Lachs
  • Trüffel (Delikatessen GmbH): €180/kg - monatlich überprüfen - 15% der Pasta
  • Lammkeule (Metzgerei Jansen): €24/kg - wöchentlich überprüfen - 35% des Lammkotelett

Wie oft solltest du überprüfen?

Die Häufigkeit hängt vom Risiko ab:

  • Wöchentlich: Fleisch, Fisch, Saisongemüse
  • Alle zwei Wochen: Milchprodukte, Eier, Standard-Gemüse
  • Monatlich: Delikatessen, Gewürze, haltbare Produkte

Setze einen festen Termin in deinen Kalender. Zum Beispiel: jeden Montagmorgen 15 Minuten für die Preisüberprüfung deiner Top 10 Risikoprodukte.

💡 Beispiel Auswirkung:

Entrecote steigt von €28 auf €32 pro kg (+€4):

  • Pro Steak (200g): +€0,80
  • Bei 50 Steaks pro Woche: +€40
  • Pro Jahr: +€2.080

Durch wöchentliche Überprüfung erkennst du dies sofort und kannst deinen Preis anpassen.

Was machst du mit den Informationen?

Wenn ein Risikoprodukt teurer wird, hast du 4 Optionen:

  • Verkaufspreis erhöhen: Passe deinen Menüpreis an
  • Portionsgröße reduzieren: Gib 180g statt 200g
  • Anderen Lieferanten suchen: Vergleiche Preise
  • Zutat ersetzen: Suche Alternativen

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du direkt sehen, wie eine Preisänderung deine Lebensmittelkosten beeinflusst, ohne manuell zu rechnen.

Wie erstellst du eine Risikoprodukte-Liste? (Schritt für Schritt)

1

Analysiere deine Top 5 Gerichte

Nimm deine 5 meistverkauften Gerichte und schreibe alle Zutaten mit ihren Kosten pro Portion auf. Konzentriere dich auf Zutaten, die mehr als €1,50 pro Portion kosten oder mehr als 15% deiner gesamten Zutatenkosten ausmachen.

2

Identifiziere Risikofaktoren pro Zutat

Markiere Zutaten, die saisonal bedingt sind, häufig im Preis schwanken, oder bei denen du von einem Lieferanten abhängig bist. Notiere auch das wöchentliche Volumen, das du von jedem Risikoprodukt einkaufst.

3

Erstelle einen Kontrollplan

Lege für jedes Risikoprodukt eine Überprüfungshäufigkeit fest: wöchentlich für Fleisch/Fisch, alle zwei Wochen für Milchprodukte, monatlich für haltbare Produkte. Plane einen festen Termin in deinen Kalender für diese Überprüfungen.

✨ Pro tip

Überprüfe jeden Montagmorgen deine Top 5 Risikoprodukte. Es dauert 10 Minuten und verhindert, dass Preissteigerungen deinen Gewinn aufzehren, ohne dass du es merkst.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Risikoprodukte sollte ich überwachen?

Beginne mit maximal 10-15 Produkten. Das sind normalerweise die teuersten Zutaten deiner meistverkauften Gerichte. Mehr als 20 wird zu schwierig zu verwalten.

Was ist, wenn ein Lieferant seine Preise um 15% erhöht?

Berechne sofort die Auswirkung auf deine Lebensmittelkosten. Bei einer Steigerung von 15% bei einer Zutat, die 20% deines Gerichts ausmacht, steigen deine gesamten Lebensmittelkosten um 3 Prozentpunkte. Passe dann deinen Verkaufspreis an.

Wie vermeide ich, dass ich zu oft Preise anpassen muss?

Arbeite mit einem Marge-Puffer von 2-3 Prozentpunkten. Wenn deine Lebensmittelkosten von 28% auf 30% steigen, musst du nicht sofort deinen Preis anpassen. Passe an bei 32-33%.

Sollte ich auch Getränke als Risikoprodukt überwachen?

Nur wenn du viele eigene Cocktails mit teuren Zutaten machst. Bier und Standard-Weine sind normalerweise stabil im Preis. Konzentriere dich zunächst auf deine Küchenzutaten.

Was ist, wenn ich mehrere Lieferanten für das gleiche Produkt habe?

Notiere alle Lieferanten mit ihren Preisen. Überprüfe monatlich, ob du noch beim günstigsten einkaufst. Manchmal ändern sich Preisverhältnisse, ohne dass du es merkst.

Wie lange sollte ich alte Preisdaten aufbewahren?

Bewahre mindestens 12 Monate auf, um Saisonmuster zu erkennen. So siehst du zum Beispiel, dass Spargel jeden Mai teurer wird, und kannst dich darauf vorbereiten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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